Die Burgweihnacht im vergangenen Jahr war besonders gut besucht. Die Veranstaltung machte aber auch deutlich, dass sich die Kleinstadt mehr Gedanken über Parkflächen machen muss.

Egeln l Die historische Burgweihnacht auf der Egelner Wasserburg sprengte die bisherigen Besucherzahlen eindrucksvoll. Mehrere Tausend Besucher zählte der Förderverein der Wasserburg, der mit viel Aufwand den Weihnachtsmarkt jährlich veranstaltet. Längst gehen nicht nur die Egelner zu der Veranstaltung. Die Burgweihnacht zieht die Menschen ebenso aus der weiteren Umgebung an.

Doch die kommen in der Regel mit dem Auto und suchen dann einen Parkplatz. Ganze Straßenzüge waren bei der jüngsten Veranstaltung in Egeln zugeparkt. Die Besucher nutzten wegen des Parkplatzmangels dann sogar den Rathausplatz und stellten ihn zu. Nicht gut fand das Bürgermeister Reinhard Luckner. Der Marktplatz solle nicht als Parkplatz genutzt werden, meint er. Besser wäre es gewesen, wenn Parkflächen ausgewiesen worden wären, sagte er auf Nachfrage. So gebe es in der Stadtmitte in der Nähe des Rathauses einen kostenpflichtigen Parkplatz. Wenn vorher mit dem Eigentümer gesprochen worden wäre, hätte der Platz vielleicht kostenlos mitgenutzt werden können, erklärt er.

In diesem Jahr wolle er sich dafür einsetzen, dass bei weiteren Großveranstaltungen entsprechende Hinweisschilder angebracht werden. Die auswärtigen Besucher kennen sich nach seiner Erfahrung nicht so gut in der Stadt aus, als dass sie die Parkflächen im Kopf haben. Zur nächsten Burgweihnacht will der Bürgermeister die Parkplätze der Supermärkte in der Stadt mit nutzen. Da die Burgweihnacht traditionell an einem Sonntag stattfindet, würden die Supermärkte die Flächen kaum benötigen an dem Tag. "Dann müssen die Leute halt einige Schritte laufen, um auf die Wasserburg zu kommen. Aber das dürfte kein Problem sein", schätzt er ein. Vor allem müsse die Ausschilderung der Parkflächen besser gemacht werden, wünscht sich der Bürgermeister, der selbst Mitglied im Förderverein der Wasserburg ist.

Nicht mehr im Selbstlauf dürfe die Stadt bei großen Veranstaltungen überlassen, wo sich die Autofahrer Stellplätze suchen. Zukünftig müsse der Verein als Organisator sich noch mehr mit der Stadt abstimmen und gemeinsam nach großen und gut erreichbaren Parkflächen suchen, schlägt der Bürgermeister vor. Für eine kleine Stadt wie Egeln sei die Burgweihnacht ein großer Erfolg gewesen. "Wir wollen ja auch in Zukunft viele Besucher in der Stadt begrüßen. Nur müssen wir den Verkehr besser regeln, damit die Egelner Bürger nicht zu sehr behindert werden", schlägt Reinhard Luckner vor.

Dazu könne der Verein mit der Stadt ein Konzept ausarbeiten, welches in den kommenden Jahren immer wieder genutzt werden könne, meint er. Schließlich würden alle davon profitieren, ist er von einer abgestimmten Regelung überzeugt.