Die Zeit der Sternsinger aus der katholischen Gemeinde mit ihren Segnungen hat auch die Stadt Hecklingen erreicht. 32 Haushalte wurden im Ort besucht.

Hecklingen l Zunächst legten die Kinder Station im Rathaus ein, um es zu segnen, ehe sie sich auf den Weg zum Wachtberg begaben. Die Tradition der Sternsinger geht bis ins Mittelalter zurück. Verkleidet als Heilige Drei Könige ziehen sie von Haus zu Haus, singen Lieder und sammeln Geld für notleidende Kinder. In diesem Jahr fließen die Spenden in Projekte auf den Philippinen.

Die mit geweihter Kreide geschriebenen Buchstaben C+M+B mit der jeweiligen Jahreszahl werden volkstümlich auch als Kürzel für die drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar verstanden. Sie sollen aber als "Christus Mansionem Benedicat" stehen, was "Christus segne dieses Haus" bedeutet.

"Uns ist es wichtig, dort anzuklopfen, wo es den Menschen nicht immer so gut geht."

Hier in Hecklingen waren wieder die Kinder der Pfarrei St. Marien Staßfurt-Egeln unterwegs, zu singen, zu segnen und zu sammeln. Gerade dort, wo Gesundheit und Wohlergehen keine Selbstverständlichkeit sind, hat der Segen, den die Heiligen Drei Könige mit ihrem Besuch in die Häuser bringen, eine besondere Bedeutung. Monika Atzler: "Uns ist es sehr wichtig, dort anzuklopfen, wo es Leuten aus gesundheitlichen Gründen nicht so gut geht." Hier sieht sie zielgerichtet den Besuch in der Wohnstätte Am Wachtberg, wo Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung leben.

Aus ihrer Sicht lief die Aktion sehr gut. Die Leute seien sehr herzlich und hilfsbereit, freut sich die Seniorin über den Zuspruch. Denn die Hilfe in diesem Jahr kommt besonders Kindern auf den Philippinen zu Gute. Dabei geht es um eine gesunde Ernährung, denn jedes dritte Kind dort ist unterernährt. Sie leben in Slums und die Eltern gehen auf die Mülldeponien. "Mit diesen Projekten wird gezeigt, wie man gesund und billig kochen, wie man einen eigenen Garten anlegen kann und vieles mehr", so Monika Atzler.

 

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