Den Egelnern und ihren Gäste steht ein abwechslungsreiches Veranstaltungsjahr bevor. Das erfuhr Nora Menzel für die Volksstimme im Gespräch mit Museumsleiter Uwe Lachmuth.

Volksstimme: 2015 ist noch jung. Hat das Veranstaltungsjahr auf der Wasserburg schon begonnen?

Uwe Lachmuth: Die Egelner Wasserburg lockt auch 2015 mit vielen Veranstaltungen. Nach den Feierlichkeiten zum Jahreswechsel bleibt den Veranstaltern kaum Zeit zum Ausruhen. Die Angebote auf der Burg werden immer vielfältiger, was von den Besuchern auch entsprechend honoriert wird.

Am 1. Februar gibt es die erste öffentliche Burgführung, die dann bis November jeden ersten Sonntag im Monat angeboten wird. Bereits am 28. Februar heißt es wieder "Tafeln wie die Grafen"- Ritteressen auf Burg Egeln. Bis April gibt es einmal monatlich eine weitere Tafelei.

Und im Frühjahr geht es dann womit weiter?

Im März ist schon der erste Bauernmarkt und am 2. April wird das traditionelle Osterfeuer auf dem oberen Burghof entzündet. Am Ostersonntag gastiert der Egelner Kabarettist Frank Hengstmann mit seinem Soloprogramm im Burgkeller. Der Mai mit seinen besonderen Tagen ist den Brautpaaren vorbehalten, wobei der 15.05.2015 bereits restlos ausgebucht ist. Aber es gibt ja noch weitere Termine. Am 20. Juni wird die Burg in die schottischen Highlands versetzt.

Auf welche musikalischen Höhepunkte können sich die Egelner und ihre Gäste freuen?

Die Frauenband "More Maids" und eine Pipe Band spielen zum "Schottischen Abend" auf. Am 28. Juli gibt es im Rahmen des Kulturprojektes der Stadt Egeln noch einmal "Die schönsten Ostrock Klassiker" mit Capriccio zu hören. Zum irischen Burgabend mit "Friends of LimeriK" lädt der Förderverein Wasserburg am 22. August ein. Ende des Jahres jährt sich auch der Todestag von John Lennon zum 35. Mal, dem mit Liedern und Geschichten von ihm gedacht werden soll.

Welche weiteren Höhepunkte sind geplant?

Im Oktober kommen Ritter, Gaukler, Spielleute, Handwerker und Händler zum großen mittelalterlichen Burgspektakel. Auch die genanten Konzerte sind etwas Tolles.

Traditionelle Veranstaltungen werden sicher fortgeführt?

Natürlich. Da wäre unser Kräutermarkt. Und im November werden regionale Direktvermarkter noch einmal auf dem "Matinsbauernmarkt" besondere Produkte anbieten, ehe mit Burgweihnacht und mittelalterlicher Silvestertafelei das Jahr beendet und sogleich ein neues eröffnet wird.

"Die Wasserburg hat sich bereits in den vergangenen Jahren als kulturelles Zentrum weit über die Grenzen des Salzlandkreises etabliert."

Wo können sich Besucher der Burg vorab informieren?

Auf der Homepage www.wasserburg-egeln.de finden Sie weitere Termine, Rückblicke auf vergangene Veranstaltungen, viele Fotos und Informationen rund um die über 800 Jahre alte Burganlage.

Sind die genannten Termine schon sicher?

Um gute Bands zu binden, muss man heute schon mindestens ein Jahr vorher planen und so stehen schon fast alle Veranstaltungen fest. Allerdings könnten noch ein bis zwei Veranstaltungen dazu kommen.

Ein Blick zurück: Wie ist das zurückliegende Veranstaltungsjahr aus ihrer Sicht gelaufen?

Durch die regelmäßigen Veranstaltungen in ihrer besonderen Vielfalt hat sich die Wasserburg bereits in den vergangenen Jahren als kulturelles Zentrum weit über die Grenzen des Salzlandkreises etabliert. Natürlich muss man bei dem großen Angebot in der Region immer neue Einfälle haben.

Sind sie mit den Besucherzahlen in Egeln zufrieden?

Die Besucherzahlen sind relativ konstant, wobei es bei Open-Air-Veranstaltungen immer mal wieder durch schlechte Witterung oder besondere Fußballspiele Abbruch geben kann. Seit dem es das historische Café in der Burg gibt, haben sich auch die Besucherzahlen des Museum etwas erhöht und auch mehr Führungsanfragen kommen. Denn die Gäste wollen gern Kultur und Genuss miteinander verbinden.

Sind weitere Sonderausstellungen im Museum geplant?

Sonderausstellungen wird es in diesem Jahr nicht so viele geben, denn mit Unterstützung des Landesamtes für Archäologie möchten wir unsere ständige Ausstellung zur Vor- und Frühgeschichte etwas verändern. Aber eine Ausstellung der Mitglieder der Malschule Wasserburg unter Leitung von Klaus Gumpert ist bereits für den März geplant.

Und was ist sonst noch geplant?

An neuen Projekten wird es im nächsten Jahr eine Mitarbeit bei der "Salzigen Tour" des Tourismusverbandes Elbe-Börde- Heide geben, wobei es hier eine Zusammenarbeit mit den Orten Tarthun und Westeregeln geben wird, in denen es früher bedeutende Salzbergwerke gab.