Viele Mädchen träumen davon, einmal Prinzessin zu sein. Beim Staßfurter Karneval ist das Kinderprinzenpaar in dieser Session sogar ein Trio. Die drei Hoheiten gewährten dem Hofberichterstatter jetzt eine Audienz und erzählten vom royalen Glanz in den obersten Reihen der Jecken.

Staßfurt l Der Kinderprinz Pepe Stops (6) ist ein richtiger Charmeur. Gleich nach der Begrüßung macht er der Reporterin Komplimente. "Hübsch ist sie", sagt er und grinst verschmitzt. Pepe, seine Damen und sein Gefolge statten dem Friseursalon "Aufgedreht" in Staßfurt gerade einen hoheitlichen Besuch ab. Pepe ist in einen roten Umhang gehüllt. Seine Damen tragen vornehme Kleider, ihre Gesichter sind mit Glitzer übersät.

Im Friseursalon arbeitet nämlich das erwachsene Prinzenpaar Mandy I. und Matthias II. - sonst als Mandy Roseburg und Matthias Härtl bekannt. Zum königlichen Besuch hat Kinderprinz Pepe gleich zwei Prinzessinnen mitgebracht. Das sind Emilia Lingott (6) und Leonie Lochmann (6). Seine Hofdame - im wahren Leben auch als seine Oma Marion Stops bekannt -, die dafür zuständig ist, dass sie Kleider des Prinzen richtig sitzen und er sich auch nicht schmutzig macht, erklärt: "Weil Emilia bei der ersten und zweiten Karnevalsveranstaltung am 31. Januar und am 7. Februar im Urlaub ist, wird sie von Leonie vertreten." Daher kein Paar, sondern gleich ein Trio.

Pepe, Emilia und Leonie haben ihren ganzen Hofstaat - auch als Vorschulgruppe der Kita "Struwwelpeter" in Staßfurt bekannt - zu dem offiziellen Besuch mitgebracht. Hofdame Nummer 2 - Erzieherin Angela Weichbrot - hatte bei dem Besuch im Friseursalon auch die Bildung der Hoheiten im Hinterkopf: Die Mitglieder des Hofstaates gaben sich zuvor in ihrer Residenz in der Berliner Straße der Malerei hin und beschäftigten sich ausführlich mit dem Thema Prinz, Prinzessin, Schloss und Märchen.

Joline Föckler, Dame des Hofes, erklärt der Volksstimme ihr Gemälde: "Hier ist der Prinz und hier seine Prinzessin. Die beiden wohnen in einem ganz großen Schloss." Aber nicht in allen Gemälden der Herrschaften findet sich ein Prinzenpaar: Es gibt auch das Bild einer Prinzessin, die über ihr Königreich und Schloss allein herrscht - eine ganz moderne Umsetzung des Themas.

Als wir die Prinzessinnen Emilia und Leonie fragen, wie es ist, Prinzessin zu sein, antworten sie nur mit einem langgezogenen "Schön ..." Emilias Grinsen ist dabei unwiderstehlich, ihre Zahnlücken schauen hervor, was der Schönheit der Prinzessin aber nicht schadet.

Prinz Pepe und Prinzessin Emilia verraten über ihr Privatleben noch, dass sie sich gern der körperlichen Ertüchtigung hingeben, am liebsten in der königlichen Halle des "HV Rot-Weiß". Leonie ist am liebsten hoch zu Ross unterwegs.

Die kleinen Hoheiten übergeben dem "erwachsenen" Prinzenpaar Mandy I. und Matthias II. nun ihre gemalten Werke - ein Zeichen großer Wertschätzung. Aber nicht nur das. Das Kinderprinzenpaar hat in dieser Session erstmals einen eigenen Orden. "Auch das ist neu", erklärt Hofdame Marion Stops. "Nicht jeder bekommt diesen Orden überreicht. Das ist eine ganz besondere Würdigung."

Für Prinz Pepe ist das Umhängen des Ordens eine der wichtigsten Aufgaben. Er wird ihn bei den Karnevalsveranstaltungen ausgewählten Personen überreichen. Dabei kann er seinen Charme spielen lassen. Grinsend hängt er den Orden der Reporterin um und kichert in sich hinein, denn ein Kuss auf die Wange gehört auch zu dem Prozedere.

Aber das ist nicht alles, was die drei an repräsentativen Aufgaben beim Karneval übernehmen: "Wir sitzen dann oben auf der Bühne", erklärt Pepe. Hofdame Marion Stops ergänzt: "Sie werden einmarschieren, das `große Prinzenpaar` hält eine Rede; und dann setzen sie sich auf den Thron."

Und was müssen die Hoheiten noch tun? "Wir essen und trinken", ergänzt Emilia. Da fällt Pepe ein: "Ja, wir dürfen auf der Bühne sogar Schokolade essen und das ganze Programm von dort aus angucken." Leonie bringt es auf den Punkt: "Wir sind eben sehr beliebt und werden bedient."

"Und wir verteilen auch die Flyer für den Karneval", erklärt Pepe weiter. Wenn er mit seinen Damen durch die Stadt flanieren, werden er und seine Damen oft erkannt vom einfachen Volk. "Die Leute wissen oft schon, wer wir sind", erzählt Emilia stolz. Aber wegen der Karnevalsveranstaltungen hat sie dennoch Lampenfieber: "Ich bin aufgeregt, weil uns alle Leute angucken werden. Und unsere Eltern schauen ja auch zu."

Aufführungen: Sonnabend, 31. Januar, 7. Februar, 14. Februar, je ab 19.11 Uhr im Salzlandcenter Staßfurt

Kartenvorbestellung und -verkauf: - Im Reisebüro Pflugmacher Montag bis Freitag 9 bis 18 Uhr. - Im Salzlandcenter: An diesem Sonnabend, 24. Januar, 10 bis 12 Uhr

   

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