Zum Neujahrsgespräch lädt die Unabhängige Wählergemeinschaft Egeln jährlich. Am Donnerstag zogen sie erneut Bilanz und gaben ebenso einen Ausblick auf die kommenden Monate im Keller der Wasserburg.

Egeln l Das Interesse an der Lokalpolitik hält sich in Egeln in Grenzen, zeigte sich beim traditionellen Neujahrsgespräch der Unabhängigen Wählergemeinschaft Egeln. Ganze drei Bürger fanden den Weg in den Burgkeller, um mit den Freizeitpolitikern über die Kommunalpolitik zu sprechen. Dabei war die Runde hochkarätig besetzt. Neben Jürgen Riehl, der die Fraktionen im Stadtrat sowie im Verbandsgemeinderat anführt, waren Egelns Bürgermeister Reinhard Luckner und Verbandsgemeindebürgermeister Michael Stöhr sowie Stadt- und Verbandsgemeinderäte gekommen.

Michael Stöhr betonte in einer kleinen Rede die baulichen Erfolge der Verbandsgemeinde, wie die Fertigstellung des Schulzentrums oder der Um- und Ausbau des Feuerwehrgerätehauses in Etgersleben. Daneben betonte er ebenfalls, dass die Verbandsgemeinde auch in Zukunft das Waldbad in der Stadt betreiben wolle. Die Freizeiteinrichtung sei in einer guten Verfassung und werde von den Bürgern sehr gut angenommen und genutzt.

Allerdings habe die Verbandsgemeinde im abgelaufenen Jahr auch erhebliche Rückschläge einstecken müssen. So schmerzt die Lokalpolitiker noch immer der Verlust des Gymnasiums. In der nächsten Zukunft, räumte Stöhr ein, sei außerdem mit dem Verlust der Außenstelle des Gymnasiums in Egeln zu rechnen. Es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis der Standort geschlossen werde, schätzte er ein. Damit endet ein jahrelanger Kampf um den Erhalt des Hauses. Offen sei nun, ob die künftige Gemeinschaftsschule sich in der Egelner Mulde etablieren könne, fuhr er fort. Bis zur achten Klasse können sich die Schüler künftig hier auf das Abitur vorbereiten.

Fragen hatten die Bürger zum Neujahrsgespräch mitgebracht. Sorgen machten sie sich um den Hochwasserschutz der Stadt. Außerdem spielte das Dauerthema Abwasserzweckverband eine Rolle. Jürgen Riehl erinnerte Reinhard Luckner anschließend daran, dass die Stadt im kommenden Jahr 1075 Jahre alt werde. Mit einem richtigen Fest müsste dies gefeiert werden, erinnerte er an die letzte große Stadtfeier vor 25 Jahren. Die ersten Vorbereitungen, überraschte Bürgermeister Reinhard Luckner, habe er bereits getroffen. Demnächst wolle er ebenso mit den Vereinen der Stadt zur Festvorbereitung in das Gespräch kommen, sagte er.