Wo ein Dreckberg liegt, kommt meist ein weiterer hinzu. Mit diesem Hintergedanken trafen sich am Wochenende etwa 50 fleißige Atzendorfer, um ihre Feldflur von Unrat zu befreien. Für einen Frühjahrsputz ist es offensichtlich nie zu früh angesichts der 55 Kubikmeter Müll, die eingesammelt wurden.

Atzendorf l Schon von weitem konnte man am Sonnabendvormittag die Feuer brennen sehen, die am Treffpunkt für die Teilnehmer am diesjährigen Frühjahrsputz am Magdeburger Weg in Atzendorf unter Aufsicht der Feuerwehr brannten.

Erst eine kurze Besprechung der Organisatoren Günter Döbbel und Matthias Cosic, und dann wurden vier Gruppen gebildet, die Müll und Astwerk rund um Atzendorf einsammelten. Die Landwirte Sigmar Zimmer und Sven Voigtländer sowie die Fassadenfirma Cosic hatten Technik und Fahrzeuge zur Verfügung gestellt. Erst noch schnell alle für ein Erinnerungsfoto aufgestellt und dann ging es los.

Gemeinschaftsaktion auch andernorts nötig

Günther Voigtländer begann am Glöthschen Weg mit dem Einsammeln. Später stieß noch eine ganze Gruppe dazu. Entlang des Milchgrabens waren Nico Zimmer auf dem Schlepper und Hans List zu Fuß damit beschäftigt, den mit Ästen zugewachsenen Weg mit einer riesigen hydraulischen "Astschere" freizuschneiden und die Äste am Wegrand zu stapeln, bis sie von den folgenden Leuten aufgeladen und abtransportiert wurden. Eine andere Truppe war im Wäldchen hinterm Biotop eifrig am Werk und vom Weg aus kaum zu sehen.

Die Gegend am Magdeburger Weg in Richtung Borne wurde ebenso abgesucht, wie das Gelände an den ehemaligen Offenställen und der Weg hinter der ehemaligen Plantage in Richtung Eickendorf.

Am Tag vorher waren die Atzendorfer Jäger schon tätig gewesen und hatten ihren Teil zum Frühjahrsputz beigetragen. Im Nachbarort Förderstedt war allerdings lediglich Landwirt Marco Kunze mit seiner Belegschaft tätig. Ortsbürgermeister Peter Rotter war wegen eines familiären Termins in diesem Jahr nicht dabei. Ortschaftsrat Johann Hauser hatte ebenfalls eine andere Verpflichtung, aber seine Frau Rosa sammelte in einer der Gruppen eifrig Müll und Unrat ein.

So waren etwa 50 Atzendorfer Einwohner drei Stunden mit Verschönerungsarbeiten für ihr Dorf und seine nähere Umgebung beschäftigt, bevor man sich danach zu einem Imbiss traf. Hier stellte Matthias Cosic stolz fest: "Wir haben 55 Kubikmeter eingesammelt." Und Günter Döbbel mahnte die anderen Orte des ehemaligen Förderstedts: "Da wäre eine solche Aktion genau so notwendig, wie hier."

Auch Verwaltung und Kreisbetrieb "spielen" mit

Den Atzendorfer Gemeinschaftssinn konnte man auch am Zusammenhalt der Landwirte und anderen Unternehmen erkennen. Aber auch der abschließende Imbiss bewies ihn. Eine Fleischerei aus Atzendorf spendete die Würstchen, eine Getränkefirma aus Unseburg die Getränke.

Während die Teilnehmer noch emsig mit dem Einsammeln beschäftigt waren, hatten Anke Kiesow, Diana Cosic und Otto Zimmermann die Heizgeräte angeworfen und bereiteten Würstchen und Glühwein für die fleißigen Müllsammler vor.

Ein Dankeschön richten die Organisatoren außerdem noch an das Staßfurter Ordnungsamt und den Kreiswirtschaftsbetrieb für die unkomplizierte Unterstützung.

 

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