Zum gemeinsamen Sportfest trafen sich in dieser Woche die Schüler der Sekundarschule und des Staßfurter Gymnasiums. Stundenlang spielten die Mädchen und Jungen der fünften Klassen zusammen. Damit setzen beide Schulen eine geschlossene Kooperationsvereinbarung um.

Egeln l Mehr als 120 Schüler passen kaum gleichzeitig in die Egelner Sporthalle. Die Kapazitätsgrenze des Hauses ist erreicht, als die Gymnasiasten in die Halle strömen. Beide Schulen haben ein Sportfest mit den fünften Klassen vereinbart. Längst nicht alle Schüler hatten die Staßfurter dabei. Wer nicht mitmachen wollte, musste den Tag im Unterricht verbringen, sagte Schulleiter Steffen Schmidt.

In Mannschaften aufgeteilt, spielen die Schüler Völkerball. Das Spiel wurde in der ehemaligen DDR vor allem Zweifelderball genannt, um den kriegerischen Gedanken nicht noch zu betonen. Im Grunde geht es dabei aber darum, die gegnerischen Spieler mit einem Ball zu treffen und abzuwerfen.

Lernstoff wird ob an Gymnasium oder Sekundarschule identisch vermittelt

Viele der Schüler kennen sich noch. Denn bis zur vierten Klasse waren sie zum Teil noch in einer Klasse. Mit der fünften Klasse und dem Ende der Grundschule trennen sich dann die Wege. So war es bislang. Im kommenden Schuljahr muss dies nicht mehr so sein, denn die Egelner Sekundarschule wird sich in eine Gemeinschaftsschule umwandeln. Künftig können alle Schüler, die einen Haupt-, Realschulabschluss oder ein Abitur als Schulabschluss anstreben, noch weiter gemeinsam lernen. Erst nach der achten Klasse müssen die Gymnasiasten dann in ein reines Gymnasium wechseln. Wer sich zur fünften Klasse für einen Schulweg entschieden hat, könne sich aber immer noch umentscheiden, betont Christine Jeske. Die Schulleiterin der Sekundarschule will mit der Kooperation mit dem Staßfurter Gymnasium den Eltern auch zeigen, dass die Sekundarschule mehr kann. Durch die Zusammenarbeit soll sichergestellt werden, dass der Lernstoff von der fünften bis zur zehnten Klasse zwischen Gymnasium und Sekundarschule identisch vermittelt wird. Ein Wechsel der Schule soll damit viel einfacher werden. Um diesen Anspruch zu untermauern, werde es im Frühjahr eine Vergleichsarbeit im Fach Biologie zwischen beiden Schulen geben, kündigt Christine Jeske an.

Die Ergebnisse lassen dann Rückschlüsse darüber zu, wie der Wissenstand der Schüler ist. Durch regelmäßige Vergleichsarbeiten können die beiden Schulen so das Niveau halten und den Schülern eine bestmögliche Ausbildung geben, freuen sich die Lehrer auf die Kooperation.

Beim Sportfest waren die Ergebnisse ausgeglichen. Während die Staßfurter Gymnasiasten beim Völkerball dominierten, zeigten die Egelner Sekundarschüler beim anschließenden Fußballspiel, dass sie sich nicht abgeschrieben hatten. Klar gewannen hier die Egelner Gastgeber. Im kommenden Jahr soll es eine Wiederholung der Aktion geben.

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