Staßfurt (fro) l Auf ihrem Neujahrstreffen hat sich die Ortsgruppe Staßfurt der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) Salzland kürzlich einstimmig für die Unterstützung der Kandidatur des Stadtrats Hartmut Wiest (parteilos) zur Wahl des Oberbürgermeisters der Stadt Staßfurt ausgesprochen. Jetzt trat der 52-jährige Kommunalpolitiker mit dieser Entscheidung in die Öffentlichkeit. Wiest hatte sein Vorhaben schon Mitte 2014 in Gesprächen anklingen lassen und stellte sich nun der Wählergemeinschaft als parteiunabhängiger Kandidat vor.

Die anwesenden Mitglieder hätten sich für seine Unterstützung ausgesprochen, so Hartmut Wiest. Zur Wahrung der Unabhängigkeit gegenüber allen Ratsfraktionen werde er jedoch als parteiloser Einzelbewerber antreten.

Hartmut Wiest äußerte gegenüber dem "Salzland-Kurier": "Ich habe viel Neues mit den aktiven und interessierten Einwohnern unserer Stadt vor. Ich halte nichts von Phrasen wie zum Beispiel ,Wirtschaftsförderung als Chefsache`, wenn sich danach nicht viel bewegt. Ich möchte die Wirtschaftsförderung als Schwerpunkt meiner Verwaltungsarbeit trotz vieler Hindernisse auf eine ganz andere Qualitätsstufe stellen. Ich muss hier alle Register meines Wissens und Könnens ziehen, damit die Stadt und vor allem die Innenstadt künftig nicht zu einer Wüstung verkommen. Dies kann man nur mit einer bürgernahen, vernetzten, interdisziplinären und ingenieurwissenschaftlichen Arbeitsweise erreichen, die ich aus zahlreichen Projektarbeiten gewöhnt bin."

Der Bürgermeister einer "nur suboptimal organisierten Verwaltung" könne sich eben nicht nur um eine Verteilung von Arbeit kümmern, sondern müsse selbst "verwaltungsfachliche und arbeitsorganisatorische Dokumente verstehen und machbare Ideen für eine Verbesserung der Ablauforganisation sowie für Mehreinnahmen und Kosteneinsparungen geben können", so Wiest.

Um die Arbeitsqualität der leitenden Verwaltungsmitarbeiter bewerten zu können, sei eine Berufsqualifikation und -Erfahrung für den gehobenen oder höheren Verwaltungsdienst unerlässlich, meint der Stadtrat. "Zusätzliche Finanzmittel können - wenn überhaupt - nur durch eine Optimierung des Verwaltungshandelns generiert werden, sofern weiter zurückgehende Finanzzuweisungen von Bund und Land auch solche erfolgreichen Ergebnisse nicht wieder zunichte machen." Die Einwohner würden natürlich mit seinem Wahlprogramm noch informiert, verspricht der nunmehr siebte Kandidat zur Oberbürgermeister-Wahl in Staßfurt am Sonntag, 29. März.

Neben Hartmut Wiest kandidieren auch Christian Boos (CDU), Johann Hauser (FDP), Eric Maindok (UBvS), Simona Rössing (Linke), Sven Wagner (SPD) und René Zok (parteilos).