Egeln l Egelns Bürgermeister Reinhard Luckner lässt die Verwaltung der Verbandsgemeinde weiter an der Frage der Pachterhöhung für Pachtgärten arbeiten. Das bestätigte er auf Nachfrage der Volksstimme.

Im vergangenen Jahr hatte der Stadtrat eine von ihm vorgeschlagene Pachterhöhung für die Pachtgärten zunächst zurückgestellt. Den Stadträten erschien die Pachthöhe, die die Stadt nach der Erhöhung verlangen sollte, als zu hoch. Außerdem hatten einige Kleingärtner geklagt, dass die Kleingartenvereine mit großen Leerständen zu kämpfen hätten.

Die leerstehenden Gärten müssten die Vereine und damit die verbliebenen Pächter mit finanzieren. Mit jedem Garten, der nicht bewirtschaftet werde, steige die finanzielle Belastung für alle Mitglieder des Vereins.

Die von der Stadt als Kleingärten verpachteten Flächen will der Bürgermeister jetzt von der Verwaltung auflisten lassen, kündigte er an. Im Frühjahr, so hatte es der Stadtrat verlangt, sollten Gespräche mit den Kleingartenvereinen stattfinden. Er wolle demnächst die Vereine einladen, teilte der Bürgermeister jetzt mit.

Dann wolle er mit den Vereinen das Thema besprechen. Unterm Strich müsse es eine Erhöhung der Pachten geben, sagte Luckner weiter. Es gebe in Egeln auch Kleingärten, die nicht der Stadt gehören. Diese seien teurer. Es müsse Gleichberechtigung herrschen, begründete der Bürgermeister die Forderung nach einer höheren Pacht.

Außerdem sitzt dem Bürgermeister die Kommunalaufsicht des Landkreises im Nacken. Die Aufsichtsbehörde mahnte wiederholt höhere Einnahmen an, da die Kleinstadt mit ihren Einnahmen nicht über die Runden kommt und ständig Liquiditätshilfen in Anspruch nehmen muss.

Ohne höhere Pachteinnahmen aus den Kleingärten dürfte es erneut Ärger mit der Kommunalaufsicht geben, rechnet der Bürgermeister. Er wolle eine Erhöhung der Pachten aber moderat angehen. Die Bürger sollten auch mit einer etwas höheren Pacht weiter Freude an ihrem Garten haben und ihn gern nutzen, meint er.

Das Treffen mit den Gartenfreunden soll zeigen, wo die finanziellen Grenzen für die Vereine und ihre Mitglieder liegen. Anschließend soll das Ergebnis der Beratungen an den Stadtrat gehen, der sich dann erneut mit den Pachten für die Kleingärten beschäftigen müsse, kündigte Reinhard Luckner an.