Staßfurt l Kathrin Fries ist neue Geschäftsführerin des Kreisverbandes Staßfurt-Aschersleben des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).

Sie ist examinierte Krankenschwester und wollte sich nach ihrer Ausbildung weiterbilden und ihr Fachwissen vertiefen. So ging sie eine Fachausbildung in Anästhesie und Intensivmedizin an. Und sie absolvierte ein Studium der Betriebswirtschaftslehre, Richtung Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen.

Ehrenamtlich war die heutige Geschäftsführerin schon sehr früh Mitglied des DRK sowie Mitglied der Jungen Sanitäter. 20 Jahre Berufspraxis in der Pflege in den Kliniken Staßfurt und Aschersleben liegen hinter ihr, darunter 14 Jahre in der Notaufnahme.

Mit dem Ausscheiden von Thomas Marchewka wurde die Stelle des Kreisgeschäfts- führers des DRK ausgeschrieben. Dank des Studiums und der Erfahrungen in Management und Personalführung war Kathrin Fries dafür die richtige. "Ich weiß, wovon die Mitarbeiter in allen Einrichtungen des DRK sprechen. Viele gute Ansätze konnte ich in der Vergangenheit geben und mit Hilfe des Betriebsrates umsetzen", erklärt sie.

"Ich möchte Fachkräfte ausbilden, um perspektivisch gutes Fachpersonal vorzuweisen."

Was die Geschäftsführerin nun alles zu verantworten hat, ist umfangreich: Ein Schwerpunkt liegt auf Hecklingen und der dortigen Sozialstation, wo ein neues Strukturmodell der Pflegedienstarbeit erprobt wird. "Wir werden uns beteiligen und einbringen, denn in der Pflege kann man viel bewegen. Für Patienten und Bewohner ein klarer Vorteil", sagt Kathrin Fries.

"Ich möchte Fachkräfte nachziehen und ausbilden, Pflegehilfskräfte aus dem eigenen Bereich weiterbilden, um perspektivisch gutes Fachpersonal vorzuweisen", erklärt sie ein weiteres Anliegen. Dieser Aufgabe widmete sie sich seit Jahren als Dozentin am Institut für Weiterbildung in der Alten- und Krankenpflege in Aschersleben. Dort werden junge Menschen und ältere Mitarbeiter über 45 Jahren in Pflegeberufen qualifiziert und auf die Examen vorbereitet. Wichtig ist Kathrin Fries, dass Mitarbeiter in jedem Alter auf dem aktuellen Wissensstand sind und gefördert werden.

Das Hauptziel von Kathrin Fries ist die weitere Stärkung des DRK, dessen guten Ruf zu erhalten und auszubauen und auf ein gutes Betriebsklima der Mitarbeiter zu achten, was sich im Umgang mit Patienten und Bewohnern der Heime widerspiegele.

Einen ersten großen Erfolg ihrer noch jungen Tätigkeit als Geschäftsführerin kann Kathrin Fries schon vorweisen. Dank einer sehr engen Zusammenarbeit und Unterstützung durch die regionalen Politiker im Landtag und den eigenen Vorstand erreichte sie, dass die Schwangerenberatung des DRK fortgeführt werden konnte. Die Stelle wurde vom Angebot her umgestellt: Familien jeden Alters im Altkreis Staßfurt können diese nutzen, hier wird ab jetzt allen Hilfesuchenden Rat und Unterstützung angeboten.

Das DRK ist immer auf der Suche nach jungen Menschen, die ehrenamtlich mitmachen und helfen wollen, zum Beispiel beim Katastrophenschutz. Dieser bietet laut Kathrin Fries die beste Möglichkeit einer sinnvollen Freizeitbetätigung. Modernste Rettungstechnik steht den Helfern zur Verfügung. Der Einsatz des Katastrophenschutzes kann heutzutage lebensnotwendig werden, man bedenke nur Großeinsätze wie beim Hochwasser. Aber auch bei der Absicherung von Konzerten und Festen sind die Ehrenamtlichen dabei.

Für den Rettungsdienst des DRK, bei dem hauptamtliche Mitarbeiter beschäftigt sind, konnten die Arbeitsbedingungen in der Bodestraße in den vergangenen Jahren verbessert werden. Die frisch sanierte Rettungswache wurde im April 2014 eingeweiht. Ein neues Notarzt-Einsatz-Fahrzeug wurde den Rettern im Juli 2014 übergeben.

Mit einem guten Team aus Mitarbeitern und Ehrenamtlichen, erzählt die neue Geschäftsführerin, sei es ihr möglich, die verantwortungsvolle Tätigkeit zum Wohle der Menschen auszuüben. Sie freut sich sehr auf die kommende Zeit beim DRK.