Staßfurt (rki) Das jüngste Heimatfoto-Rätsel der Staßfurter Volksstimme ist auf ein unerwartet großes Echo gestoßen. Richtig lagen all diejenigen, die den Festsaal des ehemaligen Berlepsch-Schachtes in 406 Meter Tiefe erkannt hatten."Der Berlepsch-Schacht war durch seinen Ausbau im Südfeld, wo sich der Festsaal befand, ein beliebtes Besucher-Vorzeige-Objekt. Außerdem waren große Räume geschaffen worden, denn im Zweiten Weltkrieg sollten hier Flugzeugteile gebaut werden", wusste der Löderburger Ortschronist Manfred Lehrmann."In diesem Bereich", so fügte er hinzu, "lag auch der Festsaal, der eine Meisterleistung des bergmännischen Berufes war. Sitze, Tische, Treppen und Lampen waren alle aus Salz gehauen. Der fortlaufende Farbwechsel der Salzschichten sorgte für ein ganz besonderes Flair, das einem Festsaal zustand."Am Ende der First war eine Gedenkstätte für die gefallenen und verunglückten Bergleute geschaffen worden. Dort sei alles bis auf die Messing-Namenszüge aus Salz gewesen und von hinten beleuchtet. "Für einen gläubigen Menschen und die Bergleute waren es bewegende Minuten, wenn sie den Festsaal besuchten und vor dieser Gedenkstätte standen. Auch das Geräusch des knirschenden Salzes beim Gehen und die Sprache hatten etwas Majestätisches und zwangen alle Besucher automatisch zur Disziplin", erinnert sich Lehrmann noch heute. Mehr dazu am Sonnabend in der Volksstimme und im ePaper.