Die Verbandsgemeinde arbeitet aktuell an den Haushaltszahlen für 2015. Die Verbandsgemeindeumlage könnte in diesem Jahr sinken.

Egelner Mulde l Die Kämmerei der Verbandsgemeinde arbeitet bereits an den Haushaltszahlen für 2015. Das bestätigte Verbandsgemeindebürgermeister Michael Stöhr auf Nachfrage. Noch sei die Kämmerei aber mit dem Jahresabschluss 2014 gut ausgelastet. Die Zahlen vom abgelaufenen Jahr sind für die Finanzfachleute wichtig.

Außerdem sei die Etataufstellung mühsam, da sich die Mitarbeiter immer noch an die im vergangenen Jahr eingeführte Doppik gewöhnen müssten, schildert der Bürgermeister.

Für die Mitgliedsgemeinden der Egelner Mulde gibt es aber in diesem Jahr einen Silberstreif am Horizont. Denn die Verbandsgemeinde wird wohl weniger Geld brauchen als im vergangenen Jahr. Das wirkt sich sofort auf die Mitgliedsgemeinden aus, da sie über Umlagen die Verbandsgemeinde finanzieren. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Verbandsgemeindebürgermeister den Gürtel enger geschnallt und die Ausgaben reduziert. Die Folge war eine gesunkene Umlage. Allerdings überforderte die Verbandsgemeindeumlage im Zusammenhang mit der Kreisumlage die finanziellen Möglichkeiten der Mitgliedsgemeinden sehr deutlich im vergangenen Jahr.

In diesem Jahr wirken sich im Haushalt Effekte aus, die die Verbandsgemeinde nicht beeinflussen kann, verrät Michael Stöhr. So falle die Umlage an den Abwasserzweckverband weg. Das entlaste die Verbandsgemeinde und die Mitgliedsgemeinden gleichermaßen, freut er sich schon. Allerdings bleibt abzuwarten, in welchem Umfang die Kommunen finanziell entlastet werden können. Noch im Dezember hatte der Verbandsgemeinderat die Gebühren für die Kinderbetreuung pauschal um 15 Prozent erhöht. Die Mehreinnahmen für die Kinderbetreuung dürften den Etat der Verbandsgemeinde in diesem Jahr außerdem deutlich entlasten. Allerdings stehen die Gebühren hier noch unter einem Vorbehalt, weil der Landkreis noch nicht die Verträge mit den Trägern der Kindereinrichtungen geschlossen hat. Ohne die Verträge seien die Gesamtkosten für die Kinderbetreuung nicht genau anzugeben, hieß es aus dem Fachamt. Aber spätestens zur Jahresmitte will der Kreis die Verhandlungen mit den Trägern der Einrichtungen abgeschlossen haben. Dann dürfte klar sein, ob die Verbandsgemeinde hier nachsteuern müsse, heißt es aus der Verwaltung.