Die Freiwillige Feuerwehr Cochstedt blickt auf ein einsatzmäßig ruhiges Jahr 2014 zurück. Kein einziger Brand musste gelöscht werden. Dennoch: Die Truppe um Ortswehrleiter Holger Krabiell ist für den Ernstfall gewappnet.

Cochstedt l Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Coch-stedt mussten im zurückliegenden Jahr nur sechs Mal ausrücken. Kleinere Hilfeleistungen standen im Vordergrund. Unter anderem beseitigten die Wehrleute im März Sturmschäden auf dem Gelände des Flughafens. Außerdem rückten sie mehrfach aus, weil Brandmeldeanlagen grundlos ausgelöst wurden. Ortswehrleiter Holger Krabiell musste in seinem Bericht über keinen einzigen Brand informieren. "So ging einsatzmäßig ein ruhiges Jahr zu Ende", resümierte der Chef der Ortswehr.

Er erklärte den Besuchern der Jahreshauptversammlung außerdem, wie sein Team derzeit aufgestellt ist. In der Cochstedter Ortsfeuerwehr arbeiten im Moment 26 aktive Kameraden mit. Sieben Männer und Frauen gehören der Altersabteilung an. Vier fördernde Mitglieder und zwei Ehrenmitglieder sowie zwei weitere passive Kameraden wurden genannt. In der Kinderfeuerwehr arbeiten neun Mädchen und Jungen mit und in der Jugendfeuerwehr trainieren 22 Nachwuchskräfte.

Alles in allem zählt die Cochstedter Wehr, der auch ein Spielmannszug angehört, 76 Mitglieder.

Sie alle blicken auf ein Jahr mit vielen Veranstaltungen zurück. Auch das hat der Bericht des Ortswehrleiters deutlich gemacht. Jubiläen, Feiern, Feste, Hochzeiten, Geburtstage, Aktionen befreundeter Vereine in und um Cochstedt - vielerorts sind die Cochstedter Kameraden das ganze Jahr über präsent.

"Lasst uns so weiter machen wie bisher."

Im Punkt "Haushaltsplan" sprach Holger Krabiell aufgrund der angespannten Finanzlage der Stadt Hecklingen von einem schwierigen Jahr 2014. Umso erfreuter seien die Feuerwehrleute, dass einige Anschaffungen dennoch möglich waren.

Über die Beschaffung einer Komplettausstattung an Dienstkleidung für weitere Einsatzkräfte und Helmlampen sind die Cochstedter sehr dankbar. Außerdem wurden eine neue Kübelspritze, Ersatzketten für die Kettensägen und acht Leuchtstofflampen für eine Garage sowie Material für die notwendigen Renovierungsmaßnahmen in den Kinder- und Jugendfeuerwehrräumen gekauft.

Auf das "Personal" eingehend, freut es den Ortswehrleiter sehr, ab sofort einen weiteren Maschinisten zu haben. Außerdem sprach er an, dass es für einige Einsatzkräfte schwierig ist, Beruf und Ehrenamt zu vereinen. Manchmal sei es für einige Kameraden problematisch, frei zu bekommen, auch an den Wochenenden. Der Schichtdienst sei auf dem Vormarsch.

Trotz dieser Umstände erfüllen die Cochstedter Wehrleute aber ihr Pensum. Sie konnten sich weiterbilden. Geplante Lehrgänge wurden unter anderem im Feuerwehrtechnischen Zentrum besucht.

Außerdem haben die Kameraden bei Dienstabenden und Sonderdienstabenden das geforderte Pensum übererfüllt. Die Beteiligungsquote liege bei mindestens 40 Prozent. "Wir erreichten über 50 Prozent", informierte Holger Krabiell.

Er nutze die Gelegenheit, seinen Leuten und allen Unterstützern der Wehr ein großes Dankeschön auszusprechen. Das richtete er auch an alle Ortswehren der Stadt. "Lasst uns so weiter machen wie bisher", sagte Holger Krabiell.