Die Serie von Übergriffen auf Geldautomaten reißt nicht ab. In der Nacht zum Montag schlugen unbekannte Täter in der Filiale der Deutschen Post an der Wassertorstraße in Staßfurt zu. Von den Dieben fehlt bislang jede Spur.

Staßfurt l Sie hatten dort den in einem Vorraum stehenden Geldautomaten der Postbankfiliale der Post-Bank AG gesprengt, sagte der Sprecher des Polizeireviers Bernburg, Joachim Beckert, gestern Nachmittag.

Nach Volksstimme-Informationen wollen Zeugen, die in der Nähe des Gebäudes wohnen, gegen 1.30 Uhr einen lauten Knall vernommen haben. Sie dachten zunächst aber, dass wieder einmal ein Laster mit Übergröße gegen die Bahnhofsbrücke geknallt sei.

Joachim Beckert: "Festgestellt wurde die Sprengung erst am Montagmorgen gegen 7 Uhr, als ein Kunde Geld abheben wollte. Er informierte die Polizei. Die eintreffenden Beamten stellten dann fest, dass die Eingangstür zum nicht alarmgesicherten Vorraum der Postfiliale beschädigt war." Dort war der darin befindliche Geldautomat zerlegt worden.

Vermutlich hatten der oder die Täter ein Gasgemisch in den Automaten geleitet und dann entzündet. Um welches Gas es sich dabei handelte, konnte die Polizei gestern nicht mitteilen.

Der Automat wurde völlig zerstört, so dass die Täter ungehindert an das Bargeld gelangten. Einige Scheine lagen beim Eintreffen der Polizei noch im Vorraum verstreut, so Joachim Beckert.

Wie viel Geld den Dieben in die Hände fiel, konnte er nicht sagen. Es müsse noch eine Inventur durch die Deutsche Post AG durchgeführt werden, sagte der Pressesprecher der Polizeidirektion Nord in Magdeburg, Frank Küssner.

Der Vorraum der Filiale ist durch die Explosion, durch die auch etliche Fensterscheiben zu Bruch gingen und sich Deckenplatten lösten, ebenfalls stark beschädigt worden. Auch zur Höhe des dort entstandenen Sachschadens konnte die Polizei gestern noch keine Antwort geben. Das sei Sache des Eigentümers, hieß es.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. In Staßfurt rückten am Vormittag gleich mehrere Mitarbeiter des Landeskriminalamtes (LKA) mit mehreren Fahrzeugen an, um die Spuren am Tatort zu sichern und mögliche Sprengsätze aufzuspüren. Dabei handelte es sich um die Tatortgruppe, die auf Anforderung des Polizeireviers Bernburg nach Staßfurt gekommen war, teilte das LKA mit.

"Eventuell können Bilder der Überwachungskamera ausgewertet werden", hofft der Sprecher des Polizeireviers Bernburg.

Er bittet eventuelle Zeugen, die in der Nacht zu Montag etwas gesehen oder gehört haben oder sonstige sachdienliche Angaben zur Tat machen können, sich an die Polizei im Salzlandkreis zu wenden. Das geht auch per Telefon unter der Rufnummer (03471) 3790.

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