Staßfurt l Mercedes und Rüdiger Probst sowie Zirkus-Geschäftsführer Andreas Bleßmann wurde die Ehre zuteil, sich in das goldene Buch der Stadt Staßfurt einzutragen. Damit würdigte die Kommune die großen Verdienste, die sich die Familie Probst in den vergangenen 70 Jahren als Botschafter der Stadt Staßfurt in der ganzen Welt erworben hat.

Oberbürgermeister René Zok (parteilos), der die drei völlig überraschten Künstler auf die Bühne bat, äußerte sich optimistisch, dass der Zirkus nach der Zwangspause aufgrund der Einführung des Mindestlohnes im Land bald wieder gute Unterhaltung und zirzensische Spitzenleistungen bieten wird.

Zuvor hatte Zok, der als Ehrengäste den Staßfurter Ehrenbürger Eberhard Köllner und dessen Frau, den Lehrter Bürgermeister Klaus Sidortschuk (SPD), Landrat Markus Bauer (SPD) sowie die Landtagsabgeordneten Bianca Görke (Linke) und Peter Rotter (CDU) begrüßen konnte, das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren lassen.

Dabei verwies er insbesondere auf die Einweihung der beiden Bodebrücken in der Steinstraße und in Staßfurt-Nord in Richtung Gaensefurth, auf die neuen Spielplätze in Staßfurt-Nord, Atzendorf, Förderstedt und Rathmannsdorf, auf die Feier zum 25-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft mit dem niedersächsischen Lehrte sowie auf das Salzlandfest, das seit nunmehr 34 Jahren gefeiert wird.

"Die Planungen für das 35. laufen bereits. Wenn wir es schaffen, soll es nach fünf Jahren wieder einen Umzug der Vereine und Institutionen geben. Mal sehen, ob es uns gelingt", sagte Zok.

Auf die Wirtschaft eingehend, hob Zok besonders den Umzug der Erdgas Mittelsachsen von Schönebeck nach Brumby hervor. Im dortigen Gewerbegebiet sei eine Betriebsstätte entstanden, mit der die 85 Mitarbeiter optimale Arbeitsbedingungen bekommen hätten. Der eine oder andere Verein habe davon schon profitiert.

Auf dem Gelände der neuen Biogasanlage seien nun die Außenarbeiten in vollem Gange.

Nicht ohne Stolz erwähnte der Stadtchef die Auszeichnung Staßfurts mit dem dritten Platz des Demografiepreises des Landes für ihr Netzwerk zur Fachkräftesicherung. Das Preisgeld in Höhe von 500 Euro sei dem Berufliches Bildungs- und Rehabilitationszentrum Rathmannsdorf für die Arbeit des Motivationszentrums für benachteiligte Jugendliche zur Verfügung gestellt worden.

Ein Dankeschön sagte Zok allen Sponsoren, die der Stadt im vergangenen Jahr insgesamt 56 154 Euro an Geld- und Sachspenden für die Kinder- und Jugendarbeit, die Heimatpflege, wie zum Beispiel das Salzlandfest, und die Ortswehren bereitgestellt hatten. Das war mehr als im Jahr zuvor.

Als wichtigstes Vorhaben für das laufende Jahr bezeichnete Zok den Bau der Dreifeld-sporthalle in Nord. Derzeit führe die Kommune wegen der Förderung mit dem Land Gespräche. "Wir sind auf Platz vier der Prioritätenliste", so Zok, der in den nächsten Tagen auch mit dem Fördermittelbescheid des Landes für das neue Feuerwehrgerätehaus in Üllnitz rechnet.

   

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