Atzendorf l Als ruhiges Feuerwehrjahr bezeichnete der neue Atzendorfer Ortswehrleiter, Uwe Brinkmann, das Jahr 2014. Nach dem einsatzreichen Hochwasserjahr 2013 seien 16 Einsätze in 2014 nicht viel für die Kameraden gewesen, meinte er auf der Jahreshauptversammlung am Sonnabend.

Unter den 16 Einsätzen waren zwölf Kleinbrände, drei Hilfeleistungen, ein Fehlalarm und zwei Übungen, die als Einsätze klassifiziert wurden. Das Entfernen von Fahrzeugflüssigkeiten oder das Löschen von brennenden Strohballen könne man als "unspektakulär" bezeichnen, sagte der Wehrleiter.

Alle Einsätze zusammen ergaben 472,2 Stunden für alle Kameraden, alle Übungen 109 Stunden. Die 20 aktiven Kameraden und drei aktiven Kameradinnen haben sich außerdem in zusammen 493 Stunden fortbilden lassen, vor allem im Bereich Digitalfunk.

Weniger ruhig ging es in der Wehrleitung zu. Danny Rasehorn legte sein Amt nieder, ist auch nicht mehr als aktiver Kamerad dabei. "Das wird von uns sehr bedauert", kommentierte Uwe Brinkmann. Er wurde am 2. Oktober durch den Stadtrat zum neuen Ortswehrleiter für die Dauer von sechs Jahren gewählt. Als sein Stellvertreter fungiert seitdem Steffen Busch. Dennoch kamen drei Kameraden 2014 zur Wehr hinzu.

Als Jugendwart berichtete Matthias Rasehorn, dass die Jugendwehr durch das Heranwachsen von Kindern aus der Kinderwehr jetzt sieben Mitglieder habe. Die Jugendlichen haben an 22 Dienstabenden Theorie und Praxis geübt, sich am Osterfeuer und Pfingstfest beteiligt und einige unterhaltsame Ausflüge zusammen unternommen.

Matthias Rasehorn und Uwe Brinkmann ärgerten sich aber über ein Problem: Sie hatten im März neue Einsatzschuhe für die Jugendlichen bestellt, aber im Dezember wurden sie erst geliefert. Für Uwe Brinkmann ist das "inakzeptabel". Oberbürgermeister René Zok rechtfertigte die Wartezeit damit, dass die Stadt bei solchen Bestellungen erst alle Ortswehren abfragen müsse, ob diese auch Schuhe brauchten, dann lange auf die Zuarbeiten warte und es auch noch Diskussionen gebe, weil jede Wehr ihre eigenen Vorstellungen von den gewünschten Schuhen habe.

Ines Rasehorn erklärte als Kinderwartin, dass nach Abgängen in die Jugendwehr, Austritten und Neuanmeldungen jetzt sieben Mitglieder in der Kinderwehr sind. In diesem Jahr wurde deren fünfjähriges Jubiläum gefeiert, beim Dienst lernten die Kleinen Etliches über Feuer und Feuerwehr.

Eine Besonderheit kann die Atzendorfer Wehr mit ihrer Frauenabteilung vorweisen. Die Ehefrauen der Kameraden treffen sich einmal im Monat zu lustigen Unternehmungen. "Der Zusammenhalt unter den Frauen stärkt den Zusammenhalt der Wehr", sagte Christel Görmer als Chefin der Frauengruppe.

Oberbürgermeister René Zok kündigte an, dass eine neue Sirene für 17000 Euro bald am Gerätehaus installiert werde. Seit 2008 wurden 74300 Euro in die Atzendorfer Wehr investiert.

Neben den Ausgezeichneten, die im Bild zu sehen sind, ging die Fluthelfernadel an Uwe Brinkmann, David Ilgenstein, Danny Rasehorn, Michael Jeutner, Kevin Gondeck und Nico Hensel. René Zock zeichnete Maik Brüggemann, Nico Hensel und Wolfgang Wiegand für ihr Engagement mit einem Geschenk aus.

   

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