Cochstedt/Schneidlingen l Stadt- und Ortschaftsräte haben sich im zurückliegenden Jahr getroffen, um eine mögliche Route für den Radweg zwischen Schneidlingen und Cochstedt auszuloten. Auf eine Streckenführung einigten sie sich mit der Stadtverwaltung. Im Frühjahr 2014 wurde das Bauamt außerdem beauftragt, die Eigentumsverhältnisse der angedachten Trasse zu klären.

Erste Ergebnisse liegen vor. Hecklingens Bürgermeister Hans-Rüdiger Kosche informierte jetzt, dass die Strecke über zwei private Grundstücke verläuft. Grundsätzlich hätten die Eigentümer dem Bau zunächst zugestimmt. "Eigentlich haben sie signalisiert, es würde gehen." Dann aber habe ein Grundstücksbesitzer plötzlich eine andere Streckenführung vorgeschlagen.

Diese Möglichkeit sei aber nicht möglich, so Kosche, weil dann auch eine kleine Brücke über den Goldbach gebaut werden müsste und das würde die Kosten zusätzlich in die Höhe treiben. Der Bau des Radweges hängt im Moment aber nicht nur an der fehlenden Zustimmung des Eigentümers. Auch die Finanzierung steht noch in den Sternen. Probleme in der Stadt spitzen sich im Moment immer weiter zu, weil der Gemeinde eine dringend nötige Liquiditätshilfe vom Land verwehrt wurde. Auf das Geld ist die Kleinstadt aber angewiesen, um laufende Ausgaben zu tätigen. Im Moment werden Lösungen als Ausweg aus der Finanzmisere beraten. Mittel für investive Maßnahmen sind unabhängig davon knapp bemessen. Ohne Fördermittel wäre der Bau des Radweges nicht möglich. Kosche erklärte, dass dazu eine Recherche stattgefunden hat, welcher Zuschuss in Frage kommen könnten. Problem sei aber, dass es kein konkretes Programm gibt, das explizit passt. Voraussetzung sei, dass der Radweg eine landestouristische Bedeutung erfüllt, erklärt der Rathauschef. Den einzigen Hoffnungsschimmer sieht er im Auftrag des Landkreises, der Kosche zufolge, darlegen soll, wie es um das Radwegenetz im Salzlandkreis bestellt ist. Im Moment sieht der Bürgermeister aufgrund der Finanznot die Prioritäten bei den baulichen Maßnahmen in der Stadt aber alles in allem an anderer Stelle. Die infrastrukturelle Erneuerung in den Orten habe bei den investiven Maßnahmen vorrang, erklärte er seinen Standpunkt.