Egeln l Monatelang ziehen sich nun schon die Verhandlungen zwischen Verbandsgemeinde und Landkreis über die vom Landkreis zu zahlende Miete für die Nutzung der Sekundarschule.

Bislang hat der Landkreis als Träger der Sekundarschule noch nie Miete für die Nutzung des Gebäudes gezahlt. Die Betriebskosten hatte der Kreis dagegen schon immer übernommen. Auf eine Miete will und kann die Verbandsgemeinde als Eigentümerin des Gebäudes nun aber nicht mehr verzichten. Denn in den vergangenen Jahren wurden rund 4,3 Millionen Euro in das Schulzentrum, welches eine Sekundar- und eine Grundschule beherbergt, investiert.

Dank der neu eingeführten Doppik im kommunalen Rechnungswesen muss die Verbandsgemeinde nun Abschreibungen für die Investition in den Schulkomplex bilden. Geld für andere Investitionen werde dabei gebunden, heißt es. Dabei will die Verbandsgemeinde die Kosten für die Abschreibungen nicht allein bestreiten. Der Landkreis müsse eine Miete bezahlen, um die Kosten für die Abschreibungen für die Verbandsgemeinde zu reduzieren, schlug Verbandsgemeindebürgermeister Michael Stöhr vor.

Mehrere Verhandlungsrunden mit dem Landkreis hat der Verbandsgemeindebürgermeister in den vergangenen Monaten schon hinter sich gebracht. Trotzdem gibt es bislang noch kein Ergebnis, sagte Michael Stöhr kürzlich auf Nachfrage der Volksstimme. Der Landkreis, so sein letzter Stand, arbeite an dem Mietvertrag. Offenbar gibt es zwischen den Verhandlungspartnern Differenzen, was die Höhe der Miete anbelangt.

Bei ihren Vorstellungen hatte sich die Verbandsgemeinde von ortsüblichen Mieten leiten lassen und dabei die jährliche Abschreibungshöhe im Auge behalten. Die lange Bearbeitungszeit durch die Kreisverwaltung können sich die Egelner bislang nur so erklären, dass der Kreis von der Mietforderung überrascht gewesen sei, heißt es im Rathaus.