In der Sekundarschule LebenLernen in Schneidlingen beteiligen sich die Schüler am Projekt Schüler machen Zeitung. Neben der täglichen Lektüre hat das Projekt in der Schule einen ernsten Hintergrund. Die Schülerzeitung soll besser werden, ist das Ziel.

Schneidlingen l Vor einigen Tagen ist das Projekt Schüler machen Zeitung wieder angelaufen. In vielen Schulen von der Grundschule über die Sekundarschule bis zum Gymnasium beschäftigen sich Schüler mit dem Medium Zeitung. Aus den unterschiedlichsten Betrachtungswinkeln lässt sich die Tageszeitung dabei anschauen. Während sich Schüler mit der Themenvielfalt befassen, interessiert andere der Aufbau einer Zeitung. In der Schneidlinger Sekundarschule LebenLernen dient die Tageszeitung als Vorbild für die Schülerzeitung, sagt Lehrerin Ramona Görling. "Reality of School" heißt die Schülerzeitung, die erst im vergangenen Oktober gegründet wurde. Mädchen und Jungen von der fünften bis zur neunten Klasse gehören der ehrenamtlich tätigen Redaktion an, beschreibt sie.

Doch was es heißt, eine Schülerzeitung zu gestalten, sei im Detail mitunter nicht so einfach zu klären, räumt sie ein. "Wir wollen uns die Volksstimme in den kommenden Tagen genau ansehen. Wir wollen die Tageszeitung auf Stilmittel untersuchen und auch darauf achten, wie das Verhältnis zwischen Fotos und Texten ist", erklärt die Lehrerin.

Die Schüler sollen während des mehrwöchigen Projektes außerdem lernen, ihre Texte besser zu formulieren. Worauf kommt es bei den Texten an, soll dabei untersucht werden. Außerdem sollen sich die Schüler damit beschäftigen, wie ein Text lustig gemacht werden kann.

Um ihren Erfahrungsschatz zu vergrößern, können sich die Schüler aus der gesamten Volksstimme bedienen. Es sei egal, ob sich die Schüler Texte im Landes- oder Lokalteil vornehmen, schildert sie. Wichtig sei ihr, dass bei dem Projekt die Schülerzeitung davon profitiere.

Aktuell arbeitet die Redaktion an der zweiten Ausgabe ihrer Schülerzeitung. Dabei reflektieren sie den Schulalltag und beleuchten das Schulleben ebenso aus der Sicht der Schüler. Das muss nicht immer allen Lesern gefallen. Aber sachlich soll es schon bleiben.

Gleichzeitig trainiert es die Schüler in der Muttersprache und vertieft den Umgang damit. Nicht ungünstig dürfte sich das regelmäßige Schreiben von Texten auf die Note in Deutsch für die Schüler auswirken, schätzt sie ein.

Bei den Fotos wolle sie mit den Schülern ebenfalls noch experimentieren. Wann die Bilder die beste Wirkung erzielen, will sie zusammen mit den Schülern herausfinden. Dazu wollen sie sich ebenso die Fotos in der Volksstimme genau ansehen.

Schritt für Schritt sollen sich dann in den kommenden Monaten die Ausgaben der Schülerzeitung verbessern. Dazu sei es außerdem notwendig, einen kritischen Blick auf die eigenen Ausgaben zu legen und selbst Schwachstellen zu identifizieren, um besser zu werden. In den kommenden Tagen genießen die Schüler aber zunächst einmal den Vorteil, täglich in der Schule ihre Zeitung zu lesen. Am Ende des Projektes wollen sie sich außerdem noch zu einer Exkursion aufmachen und das Druckzentrum in Barleben besuchen. Dabei wollen sie die verschiedenen Redaktionen ebenso wie die Druckerei sehen, freut sich Ramona Görling schon auf den Abschluss des Projektes mit ihren Schülern.