Den Wunsch nach einem Anbau für das Mehrzweckgebäude der Hans-Weniger-Sportstätte (wir berichteten) rieben die Sportfreunde vom ESV Lok dem Bürgermeister erneut unter die Nase. Bei ihrer Jahreshauptversammlung wollten sie wissen, ob ihr Problem in den Planungen der Stadt eine Rolle spielt.

Güsten l "Wir können uns den Anbau nicht aus dem Ärmel schütteln", machte Helmut Zander auf die entsprechende Frage von ESV-Vorstandsmitglied Sven Kurde deutlich. "Wir haben den 2014 abgelehnten Fördermittelantrag für 2015 erneuert, fahren aber zweigleisig mit dem Entwicklungskonzept ,kleine Städte und Gemeinden`." Das laufe bis 2020. Im Programm sei die Stadt drin, jetzt ginge es um Feinheiten, machte Zander den Sportlern Mut.

Positiv beantwortete er noch die Frage von Sven Kurde, ob der Verein eine Silvesterparty am Kiesschacht feiern dürfe. "Der Stadtrat hat nur entschieden, keine privaten Silvesterfeiern hier stattfinden zu lassen", so der Bürgermeister. Ebenfalls positiv die Antwort auf Yves Biermordts Frage nach der Unterstützung durch den Bauhof.

Eine positive Stimmung verbreiteten zudem die kurzen prägnanten Rechenschaftsberichte der einzelnen Abteilungen und der Schatzmeisterin. Sabine Wolff informierte, dass der Verein nunmehr 204 Mitglieder habe, davon 98 weibliche. Immerhin bietet der ESV Lok Güsten Taerobic, Badminton, Leichtathletik, Seniorensport, Tanzgruppen, Volleyball und Fußball an.

Für letztere Abteilung attestierte Vorstandsmitglied und Trainer Sven Kurde eine mittlerweile wieder positive Entwicklung. Nachdem die Männer im Vorjahr in die niedrigste Spielklasse abgestiegen waren und mit sieben Weggängen zu kämpfen hatten, stehe man momentan auf Tabellenplatz 2. 17 Neuzugänge seien zu verzeichnen gewesen, und man überlege, wieder eine zweite Mannschaft aufzumachen.

Sabine Börner ludt die Männer ein, mal mit ihrer Taerobic-Gruppe mittwochs, 20.30 Uhr, zu "kicken".

Für die Seniorensportgruppe sprach Hiltrud Albrecht: "Wir versuchen, einmal die Woche unseren Sportnachmittag aufrechtzuerhalten." Man sei durchschnittlich 78 Jahre alt. "Wir stehen aber dennoch immer auf der ,Matte`, wenn wir gebraucht werden", machte sie klar und forderte den Vorstand auf, das 25-jährige Bestehen der Gruppe nicht zu vergessen. Vize-Vereinschef Jürgen Mietzsch gab zu verstehen, dass der Verein ihr Engagement zu schätzen wisse, genauso wie das aller Übungsleiter und Helfer.

Yvonne Stanczyk gab einen kurzen Bestand der drei ESV- Tanzgruppen bekannt: 35 Kinder und zwölf Eltern. Auch in diesem Jahr werde man den Verein beim Sachsen-Anhalt-Tag vertreten.

Bevor es ans gemeinsame Abendbrot ging, erinnerte Sven Kurde noch an den 111. Geburtstag des ESV Lok, der am 6.6. gefeiert werden soll und an die Weihnachtsfeier am 12.12. - alles Termine also, die einfach zu merken seien. Jürgen Mietzsch rief noch dazu auf, dass sich Ehemalige - die vielleicht sogar in den 1950-er/ 60-er Jahren für Güsten spielten, an den Verein wenden sollten, da man sie einladen wolle.

   

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