Die Freiwillige Feuerwehr Unseburg traf sich am Sonnabend zur Jahreshauptversammlung. Dabei bekamen die Blauröcke endlich ihren neuen Mannschaftstransporter, auf den sie lange gewartet hatten.

Unseburg l Elf Einsätze verzeichnete die Freiwillige Feuerwehr Unseburg im abgelaufenen Jahr. Am Sonnabendabend zogen die Feuerwehrleute bei ihrer Jahreshauptversammlung Bilanz. Ortswehrleiter Dominic Lärz sieht seine Wehr gut aufgestellt. Insgesamt zählt die Einrichtung 173 Mitglieder. Davon sind 48 Frauen und Männer aktiv in der Einsatzabteilung tätig und stehen für Einsätze zur Verfügung.

Weit über 1000 Stunden leisteten die Mitglieder bei Einsätzen und anderen Aufgaben, zählte er auf. Ihren Schwerpunkt in der Ausbildung legten die Blauröcke dabei auf die Wasserrettung. Die Feuerwehren der Verbandsgemeinden sollen sich in den kommenden Jahren auf spezielle Aufgaben konzentrieren. Neben den grundlegenden Fähigkeiten der Brandbekämpfung gehört in Unseburg die Wasserrettung dazu. Die Ausrüstung für Wasserrettung müsse in der nahen Zukunft noch ausgebaut werden, forderte der Ortswehrleiter. Die Übungen hätten den Feuerwehrleuten gezeigt, wie schnell die Einsatzgrenzen erreicht seien, sagte er.

Handlungsbedarf machte er ebenso geltend bei der Löschwasserversorgung im Gewerbegebiet. Informationen über nicht mehr nutzbare Hydranten des öffentlichen Trinkwassernetzes hätten die Feuerwehr viel zu spät erreicht, erinnerte er. In Zukunft müssten diese wichtigen Informationen viel schneller an die Feuerwehr gegeben werden, damit diese im Einsatzfall umplanen kann.

Die Löschwasserversorgung im Gewerbegebiet hält der Ortswehrleiter für nicht ausreichend. Dringend müsse die Kommune hier handeln, empfahl er. Einen Hinweis gab er ebenso in Richtung Kommunalpolitik zu den Kosten für die Einsatzfahrzeuge. Seit Monaten liegt eine Kostensatzung für die Inanspruchnahme der Feuerwehr auf Eis. Kritik gab es bei der Kalkulation der Preise bezüglich der kleinen Fahrzeuge. Die kosten unterm Strich mehr, als ein in der Anschaffung vielfach teureres Einsatzfahrzeug. Demnächst wird das Thema den Fachausschuss des Verbandsgemeinderat erneut beschäftigen.

Allerdings gab es für die Wehr ebenso positive Nachrichten. Für den im vergangenen Jahr ausgemusterten Mannschaftstransportwagen konnte die Verbandsgemeinde Ersatz beschaffen. Anstelle des 20 Jahre alten Wagens konnte Ortswehrleiter Dominic Lärz die Zündschlüssel für ein Neufahrzeug in Empfang nehmen. Rund 35 000 Euro hat die Verbandsgemeinde dafür ausgegeben, sagte Verbandsgemeindebürgermeister Michael Stöhr.

Er dankte in seiner kleinen Rede den Feuerwehrleuten in Unseburg für ihr Engagement. Zukünftig könne die Zusammenarbeit noch verbessert werden, gestand er ein. Er habe das Gefühl, dass innerhalb der Feuerwehren noch zu wenig kommuniziert werde, meinte er. Daran wolle er in Zukunft mit den Wehren arbeiten, kündigte er an.

In geheimer Wahl schlugen die Feuerwehrleute einstimmig Tom Knackowski als Vize-Ortswehrleiter vor.

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