Atzendorf l Der alljährliche "Abend der Förderer des Sports" im Bördedorf fand am Wochenende in der Sportlerklause statt. Mit dieser Veranstaltung möchte sich die ZLG bei ihren Unterstützern bedanken und sie gleichzeitig auch für 2015 bei der Stange halten, denn, so drückte es der Vorsitzende, Günter Döbbel in seiner kurzen Rede zu Beginn aus: "Ein Drittel unseres Jahres-Etats von etwa 100 000 Euro kommt von ihnen, und nur so können wir unser erreichtes Niveau halten".

Notwendige Investitionen werden nicht weniger

So konnten an Schwerpunkten 2014 die Toilettenanlage und die Flutlichtbeleuchtung der Sportplatzanlage erneuert beziehungsweise saniert werden, sowie Sportbekleidung und -geräte in allen Sportgruppen angeschafft werden. Und die Pläne für 2015 sind nicht geringer. Es müssen das Dach der Umkleideräume auf dem Sportplatz und die Sanitäranlagen in der Turnhalle auf Vordermann gebracht werden und nun endlich der seit mehreren Jahren geplante Neubau des Eingangs zur Gaststätte einschließlich energetischer Sanierung des Gebäudes in Angriff genommen werden. Und ein Kleinbus zum Transport der Sportler zu ihren Wettkämpfen ist ebenfalls dringend notwendig.

Gleichzeitig gilt es auch auf sportlichem Gebiet, das Niveau zu halten. Das Ziel ist dabei das gleiche wie 2014: "Klassenerhalt und Weiterentwicklung bei allen Wettkampfteams".

"Jugendmannschaften sind heute teilweise Spielgemeinschaften aus bis zu fünf Dörfern"

Auch die Mitgliederentwicklung der ZLG kann sich sehen lassen, gelang es doch, ihre Zahl um neun auf 417, davon 141 Kinder, zu steigern.

Aber der Vereinsvorsitzende legte auch den Finger in die Wunde: Es fehlen verstärkt Kinder und Jugendliche im Wettkampfsport. "Jugendmannschaften sind heute teilweise Spielgemeinschaften aus bis zu fünf Dörfern", sagte er dazu.

Außerdem werden Übungsleiter und Schiedsrichter für alle Abteilungen gesucht. Und der Zustand der im Besitz der ZLG befindlichen Sportanlagen und Gebäude erfordert auch teure Reparaturen.

So nimmt es nicht wunder, wenn die Leistungen der Unterstützer ständig mehr an Bedeutung gewinnen. Und davon gibt es viele in und um Atzendorf. Das reicht vom Landwirt, der mit Dünger für die Rasenplätze unterstützt und Materialtransporte durchführt, über die Übungsleiter, von denen etwa 80 Prozent ihre Pauschale dem Verein spenden bis zu den Gewerbetreibenden, die mit Geld- und Sachleistungen unterstützen. Nicht zu vergessen die Salzlandsparkasse und andere Unternehmen, die zur langen Reihe der Unterstützer gehören.

Zu den Unterstützern gehört natürlich auch Ortsbürgermeister Peter Rotter. "Ich bin stolz auf diese Sportgemeinschaft, die es seit vielen Jahren versteht, ihre Arbeit mit beeindruckender Konstanz positiv durchzuführen." Elek-tromeister Günther Meyer sagt: "Ich helfe, wo ich gebraucht werde, habe aber dem Sportverein noch nie eine Rechnung gestellt".

Zu den Unterstützern gehört auch Thomas Melle von der ÖSA-Versicherung, die mit Spenden bei Sportkleidung und Trainingsausrüstungen hilft. Der Atzendorfer Landwirt Johann Hauser findet die Mitgliederentwicklung "Super" und stellt fest: "Hier wird solide mit strategischer Weitsicht gewirtschaftet".

Atzendorfer Sport ist wie eine große Familie

Adelheid List vom Schützenverein "Ritter Atzo" stellt derweil die gute Zusammenarbeit zwischen den Vereinen in den Vordergrund.

Der Atzendorfer Sport ist offensichtlich nicht nur ein Verein, sondern eine große Familie, deren Zusammenhalt an diesem Abend besonders deutlich wurde.

Noch mehr darüber wird von der Jahreshauptversammlung zu berichten sein, zu der die ZLG am Freitag, 6. März, einlädt.

   

Bilder