Die Geschichte der Alten Ziegelei gibt es seit dem Wochenende in Buchform. Auf mehr als 500 Seiten haben viele Autoren ihr Wissen über das Denkmal aufgeschrieben und so für die Nachwelt erhalten.

Westeregeln l Bis nach dem Mauerfall war Westeregeln unter anderem bekannt für die Ziegel, die in dem Ort hergestellt wurden. Früh entdeckten die Menschen das gut brauchbare Material auf dem Wester-egelner Kalkberg, um daraus Baumaterial anzufertigen.

Bürger kümmern sich seit dem Mauerfall um das geschichtliche und technische Erbe. Zusammen haben Profis und Ehrenamtliche ein mehr als 500 Seiten starkes Buch über die Alte Ziegelei in Westeregeln geschrieben. Es konserviert das Wissen über die Einrichtung, die Jahrzehnte den Ort mitprägte. Neben Fachleuten zur Ziegelherstellung gibt es aber durch Gespräche mit ehemaligen Mitarbeitern Einblicke in den längst vergessenen Arbeitsalltag auf der Ziegelei. Unsagbar schwer muss die Arbeit gewesen sein, blickte Andreas Beaugrand zurück. Der Vorstand der Sozial-Aktien-Gesellschaft Bielefeld trat als Eigentümer des Areals auf. Mit Geld hatte das Unternehmen die Buchveröffentlichung unterstützt.

Noch heute übt der Ringofen eine Faszination auf viele Besucher aus. Regelmäßig öffnet der Förderverein die Türen der Alten Ziegelei und zeigt den Menschen, wie hier Ziegel gebrannt wurden. Außerdem finden sich auf dem Gelände Belege dafür, dass Westeregeln schon sehr viel früher Lieferant für Baumaterial für die nähere und weitere Umgebung gewesen sein muss. Eine Entdeckungsreise lohnt sich deshalb immer wieder.

Die Alte Ziegelei Westeregeln, erschienen im dr. ziethen verlag, Oschersleben.

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