Am 18. Februar 2015 besuchten wir, die Schhüer des Physikkurses der elften und zwölften Klassen des Dr.-Frank-Gymnasiums Staßfurt, die Fachhochschule in Magdeburg. Für einen Tag ganz im Zeichen der Physik.

Um zehn Uhr empfing uns Prof. Dr. Ing. Jörg Auge, Vorsitzender der Fakultät Elektrotechnik, gewährte uns einen Einblick in die Fachhochschule und brachte uns die Studiengänge Elektrotechnik und mechatronische Systemtechnik sowie verschiedene Vertiefungsmöglichkeiten durch Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter näher.

Nach der kurzen Einführung ging es auch schon ans Eingemachte - die Schüler der Klasse elf verbrachten den Vormittag mit Prof. Dr.-Ing. Dieter Haentzsch im Hochspannungslabor, wo sie dem Blitz als gefu¨rchtetes Naturpha¨nomen auf den Grund gingen, fru¨here Vorstellungen und heutige Gefahrenabwehr- und Sicherheitsanleitungen mit einander verglichen.

Besonders fasziniert waren die Schu¨ler von den praktischen Versuchsreihen mit Spannungen von u¨ber 120 000 Volt. Wa¨hrenddessen referierte Prof. Schwarzenau vor einem Teil der zwo¨lften Klassen u¨ber die zahlreichen Projekte der Studenten der Fachhochschule. Er stellte dabei unter anderem laufende Roboter, eine Coilgun (ein elektromagnetischer Beschleuniger von Wuchtgeschossen) und ein Gera¨t vor, welches durch Blitze aufgrund des Tesla-Prinzips Musik erzeugen kann. Dabei erzeugen elektrische Entladungen akustische Signale. Der Tesla-Transformator steuert die Intensität dieser Entladungen, sodass beliebige Töne ausgestrahlt werden können. Stöpselt man nun noch seinen MP3-Player an, so hört man Musik. Dieser sogenannte Plasmahochto¨ner, ein Hochtonlautsprecher ohne Membranen, bei dem die Schwingungen durch eine Plasmaflamme erzeugt werden, hat die Schüler dabei am meisten begeistert.

Nach einer wohlverdienten Stärkung in der Mensa ging es am Nachmittag in die zweite Runde. Wir bekamen einen Einblick in die Automaten- und Steuerungstechnik, bei der wir sogar selbst ans Steuer durften, wurden informiert über elektromagnetische Verträglichkeiten, denn eine Vielzahl der uns heute alltäglich umgebenen Dinge besitzen elektromagnetische Strahlung oder bilden elektromagnetische Felder aus. Diese können einander stören. Ziel ist es nun eine gute elektromagnetische Verträglichkeit von Kabel- und Funknetzen zu erreichen.

Im Anschluss daran folgte ein Besuch in der Hochfrequenztechnik bei Dipl.-Ing. Martin Werk, der uns mit seinen Erzählungen rund um das Funken beeindruckte. Ein weiteres Highlight für uns waren die neuen Erfahrungen bei Dipl.-Ing. Frank Schöne und seinen Wa¨rmebildkameras. So lernten wir, dass nicht alles auf den ersten Blick ist, was es zu sein scheint. Und natürlich, warum Wärmeabsorbation und -reflexion heute so wichtig geworden sind, sei es im Bauwesen oder eben in der Messtechnik. Abschließend gewährte man uns einen Einblick in die Antriebstechnik, bei der es um weitaus mehr geht als das Bauen von Motoren.

Alles in allem lässt sich sagen, der Tag war wirklich gelungen. Es hat alles gestimmt. Super Wetter, tolle Professoren, idyllischer Campus. Da bekommt man richtig Lust etwas Neues zu lernen. Und wer weiß, vielleicht entscheidet sich jetzt einer von uns Elektrotechnik an der Hochschule Magdeburg zu studieren. Ich kann nur sagen: Daumen hoch und danke fu¨r den tollen Tag!

Julia Frank, Klasse 11