Die beiden Regionalbereichsbeamten für die Egelner Mulde haben seit dieser Woche ein eigenes Büro in Egeln. Einmal in der Woche, immer dienstags, halten die beiden ihren Sprechtag ab. Bis 18 Uhr ist das Büro an diesem Tag für alle Bürger geöffnet.

Egeln l Seit dieser Woche haben die beiden Regionalbereichsbeamten Ivonne Vorwerk und Reinhard Glage ihren Sitz in Egeln. Die beiden Polizeihauptmeister konnten am Montag ihr neues Büro inmitten der Kleinstadt beziehen. Damit fallen nun die täglichen Fahrten von und nach Staßfurt weg, freuen sich die beiden. Jeden Dienstag wollen sie ihr Büro öffnen und an diesem Tag von 9 bis 18 Uhr als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Die Egelner seien es aus der Vergangenheit gewohnt, dass die Polizei im Ort als Ansprechpartner erreichbar sei, wissen sie. Anzeigen können die Bürger bei den Beamten erstatten oder sich Informationen holen.

Gestern besuchte eine Abordnung der Verbandsgemeinde die beiden Beamten. Beinahe täglich arbeiten die Beamten mit den Mitarbeitern der Verwaltung zusammen. Vor allem mit dem Ordnungsamt sei die Zusammenarbeit sehr intensiv, bestätigen die beiden Polizisten. Wie dringend der Einsatz der Polizei mitunter ist, können die beiden Beamten schon sehen, wenn ihr Blick aus dem Fenster geht. Gegenüber der Polizei befindet sich die Poststation in der Kleinstadt. Anstatt einige Meter zu laufen, parken hier im Minutentakt die Fahrzeuge auf dem Fußweg oder auf der Straße, zeigt Reinhard Glage.

"Das Parken in der Stadt wird wohl weiter eine unserer Tätigkeitsschwerpunkte bleiben", meint Ivonne Vorwerk mit dem Blick aus dem Fenster. Regelmäßig sind die Beamten mit den Mitarbeitern des Ordnungsamtes bereits in der Stadt unterwegs. Aus Bequemlichkeit, so die bisherige Erfahrung, nutzen viele Egelner die vorhandenen Parkplätze nicht. Lieber riskieren sie einen Strafzettel wundern sich die Polizisten. Einen weiteren Schwerpunkt ihrer Arbeit sehen die beiden Beamten zudem noch an den Grundschulen in der Verbandsgemeinde. Noch hätten nicht alle Eltern verstanden, dass die Polizisten hier zum Wohle der Kinder oft Präsens zeigen, macht Reinhard Glage deutlich. Die Einsicht bei den Eltern sei noch nicht vorhanden, mehr Rücksicht zu nehmen, schätzt er ein.

Viele Eltern bringen ihre Schüler morgens mit dem Auto zur Schule. Dabei sei es mitunter für Kinder und Autofahrer sehr unübersichtlich. Um die morgendliche Anfahrt etwas zu beruhigen, lassen sich die Polizisten regelmäßig vor den Schulen sehen. Es reiche schon, sich regelmäßig sehen zu lassen, um die morgendliche Stresssituation etwas zu entspannen, weiß Reinhard Glage.

Mit der Verbandsgemeinde ist er regelmäßig im Gespräch, wenn er Anregungen oder Verbesserungsvorschläge hat. Die Zufahrt zu den Schulen sei noch nicht optimal, schätzt er ein. Wenn jeder Autofahrer etwas mehr Rücksicht nehmen würde, wäre dies noch besser, meint er.

Die Einsatzschwerpunkte wollen die beiden Beamten anpassen. "Wir werden im Sommer sicherlich einen anderen Schwerpunkt haben, als im Winter", schätzt Ivonne Vorwerk ein. Jetzt wollen sie ihre Einsatzzeiten erst einmal testen wie den Sprechtag. Je nachdem, wie er angenommen werde, wollen sie reagieren, kündigen die beiden an, flexibel zu sein.