Staßfurt l Mit der vom Sodawerk Staßfurt beantragten Genehmigung des Dauerbetriebes der Dickstoffversatzanlage wird sich auch der Umweltausschuss des Landtages in einer Sitzung am 18. März in Magdeburg beschäftigen. Das teilte die Landtagsabgeordnete Biance Görke (Linke) der Volksstimme mit. Sie gehört zu den Gegnern der Anlage, mit deren Hilfe die Firma Minex aus Gladbeck jährlich rund 340 000 Tonnen giftige Rückstände aus Müllverbrennungsanlagen aus Deutschland, Frankreich, Holland, Belgien und Luxemburg aufbereitet und in Neustaßfurt in eine Kaverne einbringt.

"Ziel muss die größtmögliche Sicherheit der Bürger und für kommende Generationen sein", sagte Görke, die auf eine Umweltverträglichkeitsprüfung dringt. Die Landesbehörden halten diese nicht für erforderlich.

An der Stellungnahme der Stadt Staßfurt, für die Oberbürgermeister René Zok (parteilos) in der Informationsveranstaltung am 26. Februar eine Überarbeitung angekündigt hatte, wird mit Hochdruck gearbeitet. Sie soll heute fertig werden, sagte das Stadtoberhaupt gestern auf Nachfrage der Volksstimme.

Am kommenden Montag, 9. März, 18.30 Uhr, werden die Mitglieder des Bau- und Wirtschaftsausschusses des Stadtrates im Mehrzwecksaal der Stadtwerke im Athenslebener Weg über den Standpunkt der Kommune beraten.

Vor vier Jahren hatte der Stadtrat dem Probebetrieb der Dickstoffversatzanlage mehrheitlich zugestimmt. Welches Votum am Montag für den Dauerbetrieb erfolgt, ist noch offen.

Interessierte Bürger können an dieser öffentlichen Sitzung teilnehmen. Für sie wird es am Anfang der Beratung auch wieder eine Einwohnerfragestunde geben.