Die Volksstimme-Aktion "Du bist spitze" geht in die nächste Runde. Jeden Sonnabend stellen wir eine Person vor, die für die Auszeichnung nominiert wurde. Heute: Ethel-Maria Muschalle-Höllbach aus Groß Börnecke.

Hecklingen/Groß Börnecke l Die Frage, welches Buch Ethel-Maria Muschalle-Höllbach im Moment liest, beantwortet sie schmunzelnd: "Die Tagespresse." Immerhin sei es wichtig, auf dem Laufenden zu sein. Für Romane bleibt da kaum Zeit. Dafür liest sie Beschlussvorlagen, Protokolle, Anträge, Satzungen, Briefe, E-Mails, Gesetze oder Gerichtsurteile. Sie telefoniert dazu mit Leuten, besucht Veranstaltungen, Sitzungen, vereinbart Termine, hakt nach. Das macht sie gern, auch wenn sie sich manchmal ärgert und auf die Barrikaden geht. Ethel-Maria Muschalle-Höllbach fühlt sich als Sprachrohr für den Bürger. Seit vielen Jahrzehnten hält sie dem ehrenamtlichen Engagement in vielen Funktionen die Treue. Kaum ein Tag vergeht, an dem das kommunale Geschehen sie nicht bewegt.

1947 in Leipzig geboren, zog Ethel-Maria Muschalle-Höllbach Ende der 1980er Jahre nach Groß Börnecke zu ihrem heutigen Ehemann. Die Liste ihrer Ehrenämter ist lang - ob als Gemeinderätin in der früheren Verwaltungsgemeinschaft "Bördeblick" oder als Bürgermeisterin der damals noch eigenständigen Gemeinde Groß Börnecke. Seit dem Zusammenschluss von Hecklingen, Groß Börnecke, Schneidlingen und Cochstedt ist die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin als Mitglied im Stadtrat und dort als Fraktionschefin der Wählergemeinschaft Hecklingen aktiv. Sie ist Ortsbürgermeisterin in Groß Börnecke und Mitglied im Kreistag. Sie arbeitet in Ausschüssen und wurde zur stellvertretenden Vorsitzenden der Verbandsversammlung des Wasser- und Abwasserzweckverbandes "Bode-Wipper" gewählt.

Warum das alles? Beim Thema Abwasser wird beispielhaft deutlich, wie sehr sie sich für die Interessen der Bürger einsetzen kann. Als Mitglied der Bürgerinitiative "Bezahlbares Abwasser" zog sie vor einigen Jahren mit Mitstreitern erfolgreich von Ort zu Ort, als es darum ging, betroffenen Bürgern zu raten, Widerspruch gegen zu hoch erhobene Schmutzwassergebühren des früheren Abwasserzweckverbandes "Bodeniederung" einzulegen. "Das war eine Zeit, da war ich kaum zu Hause", erinnert sich die Volksvertreterin.

In dieser Funktion fühlt sie sich wohl. Die Sprechstunde auf der Straße oder dem Büro in der Groß Börnecker Schule sieht sie als Chance, Sorgen und Anliegen aufzugreifen, um ihnen in ihren vielen Funktionen nachzukommen. Sie möchte den Ort und die Stadt voran bringen. Ihr Motto lautet: "Immer nach vorn, niemals zurück und in jeder Situation das Beste möglich machen." Die Ortsbürgermeisterin arbeitet daran, auch weiterhin Projekte im Ort umzusetzen, die eine hohe Effektivität bei einem geringen finanziellen Aufwand erzielen. Denn das Finanzproblem der Stadt ist allgegenwärtig. In allen Orten sei das zu spüren. Gerade deshalb zähle der Zusammenhalt und die Kompromissbereitschaft. "Alle Bürger, Vereine, öffentliche Einrichtungen, Unternehmen, die Verwaltung sollten gemeinsam nach vorn schauen und miteinander reden."

Das Miteinander von Jung und Alt liegt ihr am Herzen. Ihr ist es ein Bedürfnis, alle Bevölkerungsschichten zu vertreten. "Sodass ein harmonisches Leben auf dem Land stattfinden kann." Wenn Ethel-Maria Muschalle-Höllbach einen Wunsch frei hätte, würde sie das Land bitten, Hecklingen zu entschulden. "Damit wir unseren Haushalt mit einer schwarzen Null anfangen können."

Geben Sie Ethel-Maria Muschalle-Höllbach Ihre Stimme: Schneiden Sie den Coupon aus und senden Sie ihn an die Volksstimme! Eine Abstimmung ist auch online möglich unter www.volksstimme.de/nachrichten/lokal/stassfurt/du_bist_spitze/