Güsten l Helmut Zander sprach zwar von "Zukunftsmusik" und "Visionen". Doch was das neue Städtebauprogramm mit dem sperrigen Namen "Kleine Städte und Gemeinden - überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke" der Stadt Güsten bringen könnte, könnte durchaus von Nutzen sein. Der Bürgermeister unterrichtete den Stadtrat von einer Beratung mit Planern der Sachsen-Anhaltinischen Landesentwicklungsgesellschaft. Die hatte das Projekt "Saale-Wipper polyzentrisch" den Bürgermeistern der fünf Mitgliedsgemeinden vorgestellt.

"Wir müssen für Generationen denken", erklärte Zander und nannte Beispiele, die Aufnahme in die Planung finden könnten, wie das Objekt Hallesche Straße 3, das zu einem "Haus der Begegnung" werden könnte. Zeitraum: 2016 bis 2019, Kosten: 975 000 Euro. Die Kapazitäten für eine Tagesbetreuung von Senioren würden nicht ausreichen. Das Vorhaben könne natürlich nur mit Fördermitteln untersetzt werden. Das katholische Pfarrhaus nannte er als weiteres Beispiel (2016/17, 175 000 Euro). Und auch die Erweiterung des Mehrzweckgebäudes der Hans-Weniger-Sportstätte führte Zander auf (2018-2020, 550 000 Euro). In der Umsetzung befinden sich bereits die Rathauserweiterung und die Gestaltung des Umfelds (2014-2017, 1,7 Millionen Euro).

Stadtrat Roland Schneider störte im Projekt der Leitfaden "Von der Eisenbahner- zur Bildungsstadt". Es dürfe nicht sein, das Güsten als Haltepunkt ende. "Wir müssen Knotenpunkt bleiben. Die Planer sollten sich den Bahnhofsparkplatz anschauen. Durch Güsten führen bedeutende Bahnlinien. Das sind Alternativen für den Individualverkehr." Zander meinte, die Pläne seien dahingehend schon aktualisiert.