Stadt und Stadtwehrleitung wollen einheitliche Einsatzbekleidung für alle Ortswehren. Aber schon an einheitlichen Farbtönen bei den Uniformhemden hapert`s. Wehrleiter Benjamin Zuck gab diesem Thema zur Jahreshauptversammlung der Rathmannsdorfer Ortswehr viel Raum.

Rathmannsdorf l Eigentlich sei für ihn das schon seit 2010 diskutierte Thema abgehakt gewesen, nachdem seine Kameraden aber weiterhin mit der von ihnen favorisierten Einsatzbekleidung eines dänischen Herstellers ausgestattet wurden. Doch bei der jüngsten Stadtwehrleitersitzung im Februar sei erneut die Frage einer einheitlichen Bekleidung für alle Ortswehren aufgeworfen worden. Benjamin Zuck erklärte, dass es sich seine Kameraden und er nicht einfach gemacht hatten, eine Einsatzbekleidung auszusuchen, die qualitativ hochwertig ist. Die Bemühungen hätten mit einem Besuch der Messe Interschutz im Jahr 2010 begonnen, reichten von Vertreterbesuchen verschiedener Hersteller bei der Wehr bis letztendlich zu einem schriftlichen Widerspruch auf die Festlegung, dass die Atemschutzgeräteträger aller Ortswehren mit einer bestimmten Bekleidung auszurüsten sind.

Zuck erklärte ausführlich fachliche Parameter zweier verschiedener Produkte und kam zum Schluss, dass sich beide in Sachen Schutz in nichts nachstehen. Auch preislich befinde sich die von den Rathmannsdorfer Kameraden favorisierte Einsatzbekleidung auf dem gleichen Level wie die von Stadt und Stadtwehrleitung festgelegte.

Umso ärgerlicher sei, dass bei den Uniformen, deren Hersteller ebenfalls vorgeschrieben wurde, nichtmal der Farbton passe. Benjamin Zuck präsentierte zwei Hemden in unterschiedlichem Hellblau. "Mir ist bewusst, dass die Verwaltung sich an Gesetzlichkeiten halten muss. Jedoch wäre es wünschenswert, wenn ein organisatorisches Umdenken hinsichtlich der Ausschreibungen erfolgen könnte", resümierte der Wehrleiter, "Denn es ist auch sehr demotivierend für uns Wehrleiter, sich nach der Arbeitszeit stundenlang hinzusetzen, alles vorzubereiten, anschließend auszuwerten, Anträge zu stellen, Bestellungen abzuholen, um dann festzustellen, dass die ganze Arbeit umsonst war."

Oberbürgermeister René Zok entgegnete darauf, dass es akzeptiert werden müsse, wenn sich die Mehrheit der Ortswehrleiter für eine bestimmte Einsatzbekleidung entscheide. Zu den unterschiedlichen Blautönen der Uniformhemden sagte Zok: "Wir sind gesetzlich gezwungen, den billigsten Anbieter zu nehmen." Er sei im Übrigen jederzeit für ein Gespräch bereit. Das vereinbarten Zok und Zuck nun für diesen Donnerstag.