Die Stadt Egeln hat einen Mietvertrag mit der Kirchengemeinde über die Nutzung eines Teiles der Burg für den Christophorusladen geschlossen. Dabei ging es auch um die Temperatur in dem Laden.

Egeln l Im vergangenen Jahr musste alles ganz schnell gehen. Der Christophorusladen sollte noch schnell vor dem Tag der Egelner Mulde, der auf der Wasserburg gefeiert wurde, umziehen. Zu dem Fest für die Bürger sollte die mildtätige Einrichtung auf der Burg präsent sein, was ebenso gelang.

In dem Umzugsstress hatten die Beteiligten aber offenbar vernachlässigt, dass ein Vertrag über die Nutzung der Räumlichkeiten nicht das Schlechteste sein müsse, räumte Egelns Bürgermeister Reinhard Luckner (UWGE) später ein. Denn spätestens als Stadträtin Rosemarie Schmidt (SPD), die sich selbst ehrenamtlich im Christophorusladen engagiert, nachfragte, warum es dort im Winter so kalt sei, kam Bewegung in die Angelegenheit. Wochenlang hatten die ehrenamtlichen Mitarbeiter auf ihrem Thermometer die Werte abgelesen. Auf die alten und kleinen Elektroheizungen an den Wänden hatten sie dabei kaum vertraut, schilderten sie bei einem Besuch der Volksstimme. Das Kellergewölbe hat zwar sehr dicke Mauern. Im Sommer macht sich dies besonders erfreulich bemerkbar. Wenn es draußen unsagbar heiß ist, umgibt die Helfer im Christophorusladen eine angenehme Kühle. Nur wenn es draußen zunehmend kühler wird, verlieren auch die dicksten Mauern die im Sommer gespeicherte Wärme. Dann muss von innen zugeheizt werden.

Das Problem könnte die Kirchengemeinde in Zukunft lösen, schätzt Pfarrer Michael Weber ein. Die Kirche überlege, eine Etagenheizung für den Christophorusladen zu installieren. Ein Gasanschluss sei in der Nähe, hat sich der Pfarrer bereits erkundigt. Ohne sehr großen Aufwand könnten die Räume des Ladens so umweltverträglich und modern geheizt werden.

Bürgermeister Reinhard Luckner bestätigte auf Nachfrage der Volksstimme, dass er einen Nutzungsvertrag mit der Kirchengemeinde abgeschlossen habe. Die Stadt habe die Räume zu einem symbolischen Preis an die Kirche vermietet.

Luckner betonte, dass die Stadt als auch die Verbandsgemeinde das Engagement der Kirche im Christophorusladen sehr zu schätzen wisse.

Unter der Woche können sozial schwache Familien täglich die Einrichtung nutzen. Die Mitarbeiter im Christophorusladen sammeln abgelaufene, aber noch essbare Lebensmittel bei den lokalen Händlern ein. Gegen einen kleinen Unkostenbeitrag, der die Kosten des Christophorusladens decken soll, werden die Lebensmittel an die sogenannten Bedarfsgemeinschaften abgegeben. Neben der Egelner Bevölkerung steht die Einrichtung ebenso den Bürgern aus den Mitgliedsgemeinden der Verbandsgemeinde Egelner Mulde offen.

Deswegen zeigen ebenso die Mitgliedsgemeinden großes Interesse an einer guten Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde als Betreiberin der Einrichtung. Luckner zeigte sich froh darüber, dass die Frage der Heizung des Christophorusladens mit der Kirchengemeinde geklärt werden konnte.