Rathmannsdorf/Staßfurt l Nicht nur Einsatzbekleidung und Uniformen sind dem Rathmannsdorfer Ortswehrleiter wichtig (Salzland-Kurier berichtete). Bei der Jahreshauptversammlung legte Benjamin Zuck auch dar, dass er vor allem Wert auf Kameraden lege, auf die man sich verlassen kann.

Und so erläuterte Zuck, wie er in Absprache mit seiner Leitung bereits 2013 damit begann, Akten zu wälzen, um "Karteileichen" aus dem Mitgliederbestand zu bekommen. Dazu gehörten zahlreiche Anschreiben, so weit Adressen zur Verfügung standen. Ergebnis: Für die Altersabteilung entschieden sich fünf Kameraden, zwei für eine Mitgliedschaft im Förderverein. Für den aktiven Dienst brachte die Mitglieder- überprüfung keine Verstärkung. Die Ortsfeuerwehr besteht jetzt aus 16 aktiven Kameraden, davon zwei Frauen, neun Alterskameraden und einem passiven Kameraden. An einer Kinder- und Jugendfeuerwehr wird erneut gearbeitet.

Zuck betrachtet das zurückliegende Jahr als eine "Neuordnung für die Wehr, worauf sich aufbauen lässt".

Zur Bilanz 2014 hörten die Gäste, unter ihnen auch einige OB-Kandidaten - die im Anschluss mit Geschenken übrigens nicht geizten - von elf Einsätzen. Das reichte von einem Kupferkabelbrand an der ehemaligen Bahnstrecke bis zu einem Wohnungsbrand am Bleicherdewerk.

Der Wehrleiter kam nicht umhin, über eine Einsatzübung zu berichten. "Ein Passant in volltrunkenem Zustand dachte, er müsse meine Kameraden beleidigen und penetrant belästigen." Es sei zu einer "kurzen körperlichen Auseinandersetzung" und der Zerstörung von Einsatzmaterialien gekommen. Trotz Verweis` musste Polizeiunterstützung angefordert werden. Ein nachfolgendes Verfahren sei noch nicht abgeschlossen.

Benjamin Zuck vergaß nicht, OB René Zok daran zu erinnern, dass das Rathmannsdorfer Einsatzfahrzeug überaltert sei, und dass die Grundlage für ein neues Fahrzeug auch ein neues Gerätehaus wäre. Grundsanierung und Umbau würden eine vorübergehende Alternative sein.

Bei dem für Donnerstag angekündigten Gespräch musste Zuck von Zok erfahren, dass die anderen Ortswehrleiter sich einig seien, was die Einsatzbekleidung betrifft. Zuck ist nicht vollends zufrieden. Mit dem stellvertretenden Stadtwehrleiter Tobias Schumann wurde ein Feuertest für die unterschiedliche Einsatzbekleidung vereinbart.

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