Die Stadtwerke Staßfurt wollen kontinuierlich auf LED-Technik (vom Englischen light-emitting diode, Deutsch Leuchtdiode) umstellen. Darüber informierte Geschäftsführerin Doris Eckstein im Volksstimme-Gespräch.

Von Franziska Richter

Staßfurt l "Wir können nicht auf einmal die ganze Stadt umrüsten", sagt sie, "aber wenn alte Lampen der Straßenlaternen ersetzt werden müssen, werden wird dies durch neue LED-Lampen tun."

Denn die modernen Leuchtmittel sind teuer: Während ein herkömmliches Leuchtmittel für eine Laternen acht bis 30 Euro kostet, liegt der Preis beim LED-Leuchtmittel bei 200 bis 300 Euro. Die Repartur ist ebenfalls kostenintensiver und schwieriger, wobei die von den Stadtwerken gewählten Herstellerfirmen zu einer Gewährleistung von fünf Jahren verpflichtet sind.

"Von den Bürgern möchten wir wissen, ob das Licht angenehm ist"

Inklusive aller weiteren benötigten Bauteile für die Umrüstung und Montagekosten ist man schnell im fünfstelligen Bereich: Die im Herbst 2014 installierte "Teststrecke" mit LED-Straßenleuchten in der Förderstedter Straße hat 11300 Euro gekostet. Hier erstahlen jetzt 35 Lampen vom Kreisverkehr bei der Bahnunterführung bis zur Brücke Schlachtstraße.

Für den Laien ist die LED-Technik erkennbar an einem hellen, weißen Licht, während die alten Lampen eher warmes, gelbes Licht ausstrahlen. In der Hohenerxlebener Straße wurden ebenfalls im Herbst 2014 26 Leuchten zwischen Kreuzung Salzrinne und Real umgerüstet. Kostenpunkt: 10000 Euro. Deswegen hat der Aufsichtsrat der Stadtwerke 2013 beschlossen, die beiden LED-Teststrecken komplett auf Kosten der Stadtwerke zu finanzieren und nicht auf den Strompreis des Kunden umzulegen, erklärt die Geschäftsführerin der Stadtwerke.

Dazu kommen Anliegerstraßen - die Neue Straße mit vorerst sechs Lampen und neuerdings auch die Reinhardt-straße, wo schon eine von fünf geplanten Lampen umgerüstet worden ist. "Bei den Anliegerstraßen möchten wir vor allem von den Bürgern wissen, wie sich die Technik macht, ob das Licht angenehm ist für den Anwohner oder vielleicht blendet", sagt Doris Eckstein. Die Kunden wurden bereits über das Kundenblatt der Stadtwerke aufgerufen ihre Meinung darüber kundzutun.

Die LED-Technik soll in Sachen Straßenbeleuchtung in Zukunft die Hauptrolle spielen.

"44 Prozent sparen wir pro Leuchte bei den Energiekosten"

"Immerhin 44 Prozent sparen wir pro Leuchte bei den Energiekosten", so Doris Eckstein. Ein Beispiel: Eine alte Leuchte von 80 Watt verursacht jährlich Stromkosten von 6300 Euro, eine neue von 40 Watt 3500 Euro. Wegen der hohen Umrüstungskosten rentiere sich die LED-Technik aber erst nach zirka acht Jahren.

Über regelmäßige Messungen und Anfälligkeitstests ermitteln die Stadtwerke zur Zeit, welche Modelle die besten sind. Aktuell kostet der Betrieb aller 4400 "Leuchtpunkte" in Kernstadt und Ortsteilen 460000 Euro pro Jahr.