Staßfurt (rki) Landesbedienstete Lehrer und Erzieher im Salzlandkreis werden erneut zum Warnstreik aufgerufen! Nachdem auch die dritte Verhandlungsrunde für die Länder-Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von der Weigerung der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) geprägt war, ein Angebot für eine Entgelterhöhung vorzulegen, rufen die Gewerkschaften - unter anderem auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Sachsen-Anhalt - für den morgigen Dienstag erneut zu einem ganztätigen Warnstreik auf. Mit Blick auf die bevorstehende Verhandlungsrunde am 28. März 2015 werden sich wiederum Lehrkräfte und Erzieher des Salzlandkreises daran beteiligen. "Wir wollen während des Warnstreikes, der gemeinsam mit den GEW-Mitglieder der Länder Sachsens und Thüringens in Leipzig durchgeführt wird, deutlich machen, dass endlich eine akzeptable Lehrkräfte-Entgeltordnung abgeschlossen werden müsse und gleicher Lohn für gleiche Arbeit gezahlt werden soll. Auch der Streit um die Zusatzversorgung (die VBL-Betriebsrente) darf nicht auf Kosten der Beschäftigten gelöst werden.", erklärte der Vorsitzende des GEW-Kreisvorstandes Salzlandkreis, Gerhard Müller. "Die Arbeitgeberseite unter Führung des sachsen-anhaltinischen Finanzministers Bullerjahn lässt uns mit ihrer bisherigen arroganten und provokativen Blockadehaltung keine andere Wahl. Wir können es nicht hinnehmen, dass die Arbeitgeberseite wie bisher die Verhandlungen blockiert, keinerlei Beiträge zur Konfliktlösung vorlegt und stattdessen Kürzungen der betrieblichen Renten vornehmen will. Dieses Verhalten macht unsere Mitglieder regelrecht wütend."Hinzu kommt, dass die Beschäftigten beim Bund und den Kommunen mit ihren Einkommen bis zu 5 Prozent über dem Niveau der Landesbeschäftigten liegen. "Diese Kluft muss geschlossen werden! Wir sind keine Beschäftigten zweiter Klasse!" Der Vorsitzende ergänzte, dass es diesmal nicht nur um eine bessere Bezahlung geht.Heute, am 24. März, werden gemeinsam mit mehreren Zehntausend Beschäftigten des öffentlichen Dienstes aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auch etwa 150 Lehrkräfte und Erzieher aus dem Salzlandkreis in den Ausstand treten. "Die Beamten sind zu Solidaritätsaktionen aufgerufen", so der Kreisvorsitzende der GEW. Die GEW fordert - wie die anderen Gewerkschaften des öD - 5,5 % mehr Lohn, keine Kürzung der VBL-Betriebsrenten und besonders wichtig die seit Jahrzehnten verweigerte tarifliche und gerechte Eingruppierung der angestellten Lehrkräfte.