Nachwuchs und andere Neuigkeiten aus dem Tiergarten der Lebenshilfe in Staßfurt: Am Montag wurden im Katta-Haus Zwillinge geboren. Der Salzkater hat nun eine Freundin. Und: Die Dingos lassen nicht mehr lange auf sich warten.

Staßfurt l Die Kattas waren fleißig. Nach der Geburt eines Babys vergangene Woche gesellten sich am Montag nun Zwillinge hinzu. Die Mütter tragen sie etwa 14 Tage unterm Bauch, bevor die Kleinen erste Kletterversuche auf Mamas Rücken unternehmen, weiß Tiergartenleiterin Bianka Ziem. Nach zwei bis drei Monaten werden auch ältere Geschwisterkinder als Träger in Anspruch genommen. Für Katta-Väter kommt das übrigens nicht in Frage.

Und es wird natürlich weiterer Nachwuchs erwartet. Ganz verrückt macht ein Alpaka die Tierpfleger. "Wir brennen darauf. Das Fohlen müsste jeden Tag kommen", so die Chefin der Lebenshilfe-Einrichtung. Wenn es dann aber doch so weit sein sollte, werden Mutter und Kind zwei Tage im Stall verbringen. Die Ruhe sei für die Bindung zwischen der Erstgebärenden und dem Fohlen sehr wichtig, erklärt Bianka Ziem. Nachdem die ersten Zwergziegen (Zwillinge zu Silvester) und ein Zwergzebu bereits mitten in der kalten Jahreszeit geboren wurden, ist ein Kalb "noch offen". Osterlämmer werden ebenfalls erwartet.

"In drei Monaten, drei Wochen und drei Tagen sollte es bei den Göttinger Wildschweinen soweit sein", beschreibt die Tiergartenleiterin vielsagend die Zeit des Zusammenseins von Eber und Sau seit gestern. Um den Nachwuchs können sich Tierfreunde übrigens bereits bewerben. Immerhin rechnet man mit einem Dutzend Ferkel.

Unterdessen werkelt das Tiergartenteam fleißig am neuen Dingo-Gehege, das Ende April von einem Rüden aus dem Gothaer und einer Hündin vom Berliner Tiergarten bezogen werden soll.

Nicht zu vergessen natürlich die Attraktion der Attraktionen im beliebten Ausflugsziel in der Salzstadt: Der Salzkater, mit dem Lebenshilfe und Stadt auf der "Salzigen Tour" des Tourismusverbandes Elbe-Börde-Heide werben, hat seit einigen Wochen eine Freundin. Vorerst aber nur in Sichtweite. Denn das Kätzchen sei noch ein Mädchen, erklärt Bianka Ziem die räumliche Trennung. Salzkatzen bräuchten etwa zwei Jahre bis zur Geschlechtsreife. Und die Katze sei erst von 2014. Bei einem Versuch habe der Kater (Baujahr 2010) schon Interesse gezeigt. Das Kätzchen wollte spielen, der Kater wollte aber mehr, beschreibt die Tiergartenchefin die Situation. Als es etwas grober wurde, habe man die beiden wieder getrennt, um Verletzungen zu vermeiden. Dafür seien die Tiere dann doch zu kostbar.

 

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