Die Forderung nach Hundetoiletten wurde kürzlich in Hecklingen während einer Stadtratssitzung in der Einwohnerfragestunde angesprochen. Doch an solche Ausgaben kann die Stadt derzeit nicht denken, denn im Hinblick auf die kommunalen Finanzen steht Hecklingen das Wasser bis zum Hals. Zudem sind Beschwerden über Hundehaufen zurück-gegangen.

Hecklingen l Florian Siebold meldete sich kürzlich als Bürger in der Einwohnerfragestunde der Beratung des Hecklinger Stadtrates zu Wort.

Unsere derzeitige Situation lässt eine solche Anschaffung einfach nicht zu."

Siebold meinte, dass die Stadt vor einiger Zeit die Hundesteuer angehoben hat. Da müsste doch auch die Möglichkeit bestehen, Hundetoiletten anzuschaffen. Immerhin sei das damals versprochen worden, meinte er. Dem musste die Verwaltung widersprechen. Denn bei der Hundesteuer handele es sich um keine zweckgebundene Steuer.

Das bedeutet, dass Einnahmen, die der finanziell notleidenden Kommune auf diesem Weg zukommen, dafür genutzt werden, laufende Verbindlichkeiten zu begleichen. "Die Hundesteuer geht in den Haushalt ein, so wie jede andere Einnahme und ist für alle Ausgaben da", stellte die Sachgebietsleiterin des Ordnungsamtes Marion Strecker klar. Dabei würde die Stadt sehr gern Geld für Hundetoiletten in die Hand nehmen. "Aber unsere derzeitige Situation lässt das einfach nicht zu", informierte die stellvertretende Bürgermeisterin. Denn der Kauf solcher Anlagen sei keine Pflichtaufgabe der Stadt, sondern eine freiwillige Leistung. Angebote für Hundetoiletten hat sich die Stadt bereits 2014 eingeholt. Dabei handelt es sich um eine Art Spender für Tüten, die zur sauberen Beseitigung der Exkremente genutzt werden. Außerdem ist ein Behälter zur Entsorgung integriert. Eine solche Anlage allein würde der Stadt zufolge rund 1000 Euro kosten. Und dann müssten auch alle Ortsteile berücksichtigt werden. Sollte sich die finanzielle Situation verbessern, werde das Thema wieder auf die Tagesordnung gerückt. Im Moment müsste man von dem Projekt aber eben wegen der Finanzen Abstand nehmen, erklärte Marion Strecker. Sie appellierte an die Vernunft der Hundebesitzer, die dafür Sorge zu tragen haben, dass Überreste von Pfiffi und Co. keine "Tretminen" auf Gehwegen, Spielplätzen und anderen öffentlichen Plätzen verursachen

"Die Hundesteuer geht in den Haushalt ein, so wie jede andere Einnahme auch und ist für alle Ausgaben da."

Bleibt zu fragen, ob es in der Stadt Hecklingen derzeit viele Beschwerden deshalb gibt. "In diesem Jahr kaum", so Marion Strecker. "Die Beschwerden wegen der Hundehaufen haben abgenommen." Natürlich werden die Mitarbeiter des Ordnungsamtes während ihrer Kontrollen im Außendienst schon darauf angesprochen.

Aber das Problem halte sich in Grenzen. "Hundetoiletten wären schön." Auch mit dieser Bemerkung seien die Mitarbeiter der Stadt aber von Einwohnern schon angesprochen worden. Dies sei aber eher selten, weiß Marion Strecker.