Staßfurt l Die Reaktion des Oberbürgermeister-Kandidaten Hartmut Wiest (parteilos) auf den Wahlausgang der ersten Runde (Salzland-Kurier vom 30. März) stößt bei Volksstimme-Lesern auf Kritik.

Daraufhin meinte Monika Frankenfeld: "Herr Wiest ist ein sehr schlechter Verlierer. Er hat die Quittung für seine Verhinderungsarbeit im Stadtrat bekommen. Wollte er als Oberbürgermeister auch so arbeiten?" Die Staßfurterin rät dem Kommunalpolitiker, "er sollte sich in der nächsten Zeit mal anstrengen und etwas für und nicht gegen Staßfurt tun."

Giesela Nohr aus Neundorf sagte: "Es ist eine Frechheit wie Hartmut Wiest nach seiner Wahlniederlage die Staßfurter Bürger diffamiert. Für mich ist Herr Wiest für den Stadtrat völlig ungeeignet. Das hat er bereits im Bürgerforum vor der Wahl zum dringend notwendigen Bau der Sporthalle deutlich gemacht."

"Ich bin 56 Jahre alt und Zeit meines Lebens Staßfurter", schrieb Carsten Kuske aus Staßfurt, "Ich bin in einem Handballverein tätig und verbringe meine Freizeit zum Wohle der sportlichen Kinder und Erwachsenen jedes freie Wochenende in den Hallen dieses Bundeslandes. Selbst wenn ich zwölf Stunden Nachtschicht habe, fahre ich als Schiedsrichter los. Aber in all den Jahren habe ich im Verein noch nie eine Fress- und Sauforgie gefeiert." Für ihn seien die Worte von Hartmut Wiest deshalb eine "Diffamierung aller gesellschaftlich tätigen Bürger dieser Stadt. Ich erwarte von Herrn Wiest, dass er sich öffentlich entschuldigt." Als Demokrat müsse man auch verlieren können und den Sieg anderer anerkennen.

Helmut Lampe aus Staßfurt meinte: "Mich ärgert die Äußerung von Hartmut Wiest total. Ich bin seit 1975 im Ehrenamt tätig, leite seit 1988 den Jugendfußballspielbetrieb. Herr Wiest sollte wissen, dass ohne ehrenamtliche Tätigkeit in den Vereinen Vieles im sozialen Bereich verloren ginge." Natürlich seien heute alle Vereine - und davon gebe es in Staßfurt dankenswerterweise genügend - für jeden Euro dankbar. Reich werde davon kein Verein. Am Ende komme das Geld dem Gemeinwohl zu Gute. Kein Verantwortlicher bereichere sich damit. "Herr Wiest nimmt oft an Veranstaltungen von Vereinen teil und gibt sich da auch als Kritiker der Stadtverwaltung. Noch schlimmer ist aber, dass er Bürger, die ihn nicht gewählt haben, als Trinker (Freibierwähler) abstempelt. Damit zeigt er wieder seinen wahren Charakter. Wer nicht in seine Denkweise passt, hat ein falsches Weltbild."