Staßfurt/Athensleben l Der Oberbürgermeister-Kandidat der Unabhängigen Bürgervertretung Staßfurt (UBvS), Eric Maindok, hat Konsequenzen aus seinem schlechten Wahlergebnis gezogen.

"Ich habe mich nach dem Wahldebakel entschieden, dass ich mich aus meinen sozialen Aktivitäten verabschiede und habe deshalb meine Mitgliedschaft im Männerchor des Staßfurter Handwerks beendet", sagte Maindok, der seit der Jahreshauptversammlung im März nach dem Rücktritt von Dirk Kost als dessen Stellvertreter den Vorsitz des Chors übernommen hatte. Aufgeben werde er auch seine Mitgliedschaft im Förderverein der Feuerwehr, seine alljährlich durchgeführte Kürbisaktion in den Kindertagesstätten sowie sein Engagement für mehr Bänke in der Stadt. "Die Bankaktion läuft auch ohne mich weiter", sagte Maindok.

Sein Mandat im Ortschaftsrat Athensleben will der Kommunalpolitiker aber nicht an den Nagel hängen ebenso wenig wie seine Mitgliedschaft in der Staßfurter Urania, in der seine Frau Andrea Geschäftsführerin ist.

"Die Wähler haben mir mit diesem Ergebnis gezeigt, was sie von meinem Engagement in der Stadt halten", resümiert Maindok. Er war schon während des Wahlkampfes mit dem Slogan "Der Macher" vom Pech verfolgt gewesen. Erst biss ihm in Löbnitz ein Hund ins Bein. Dann stellte ihm ein Mann die provokante Frage: "Warum machen Sie das alles? Das will keiner."

Als er am Wahlsonntag sah, dass er mit mageren 3,35 Prozent und damit als letzter der insgesamt sieben Kandidaten ins Ziel gegangen war, sei ihm klar geworden: "Der Mann hat Recht gehabt. Ich habe für das, was ich für diese Stadt getan habe, den letzten Platz belegt."

Das ist für den einstigen CDU-Kommunalpolitiker, der 2008 als offizieller Kandidat der Union in die Bürgermeisterwahl gegangen war, bitter. Er hatte schon damals trotz der Unterstützung des ehemaligen Wirtschaftsministers Reiner Haseloff und der ehemaligen Umweltministerin Petra Wernicke (beide CDU) nur 11,47 Prozent der Stimmen auf sich vereinen können, weil die CDU uneins war und obendrein Klaus Stops, aus der CDU ausgetreten war, um als Einzelbewerber gegen Maindok ins Rennen gehen zu können.

In der letzten Legislaturperiode vollzog Maindok im Stadtrat den Wechsel von der CDU zur UBvS. Bei der Kommunalwahl im Mai 2014 verwehrte ihm der Wähler dann den Wiedereinzug ins Staßfurter Stadtparlament.