Sie leiten Chöre und Tanzgruppen, kümmern sich um Zeltlager für Kinder, spenden überdurchschnittlich oft Blut oder engagieren sich in der Lokalpolitik oder für den Erhalt einer Grundschule. Mit der Volksstimme-Aktion "Du bist Spitze!" wird ihr ehrenamtliches Wirken gewürdigt. Jetzt wurde die Leser-Wahl der "Lokalmatadoren" 2015 ausgewertet.

Staßfurt l "Ohne solche Menschen wie Sie würde das Gemeinwesen nicht funktionieren", erklärte Jan-Thomas Goetze, Leitender Regionalredakteur der Volksstimme, bei der Ehrung, warum gerade sie als Kandidaten zur Teilnahme an der Aktion eingeladen und ihr Wirken mit Porträts vorgestellt wurden.

In diesem Jahr waren es: Daniela Linge, die mit einem Förderverein für den Erhalt der Grundschule Löderburg kämpft; Ethel-Maria Muschalle-Höllbach, die sich als Ortsbürgermeisterin in Groß Börnecke und Stadträtin der Stadt Hecklingen über viele Jahre engagiert; Christian Neubauer aus Löderburg, der mittlerweile 150-mal Blut spendete; Doreen Schäfer als Hauptorganisatorin der äußerst beliebten Feriencamps der ZLG Atzendorf; Ralf Schubert, der über Jahrzehnte verschiedene Chöre im Altkreis Staßfurt leitet, und Yvonne Stanczyk aus Güsten, die als Übungsleiterin für mehrere Kindertanzgruppen und mittlerweile auch Senioren in Güsten und Staßfurt unterwegs ist.

Letzterer überreichte Jan-Thomas Goetze nun den von der Keramikkünstlerin Bärbel Feldbach aus Zens geschaf-fenen Preis - eine gebrannte Spitze mit Auszügen des Porträts über die Gewinnerin. Die 37-jährige Güstenerin hatte die Mehrzahl der Leser-Entscheidungen auf sich vereint. Gewinner seien alle, betonte Goetze noch und dass die Auswahl der sechs Kandidaten stellvertretend für alle ehrenamtlich aktiven Menschen zu verstehen seien.

Er wünschte ihnen weiterhin noch viel Freude und Erfolg.

Während des anregenden Gesprächs in der Runde der "Lokalmatadoren" wurde noch deutlich, dass ihre Wege manchmal recht beschwerlich sind, wenn bürokratische Hürden überwinden sind oder politische Entscheidungen nicht gerade förderlich wirken.

Daniela Linge bemerkte, dass es oft nicht einfach sei. Das Ehrenamt bedürfe vor allem auch einer Familie, die mitziehe und erfordere vor allem viel viel Durchhaltevermögen.