In Egeln muss der Stadtrat demnächst in Fußgängerbrücken investieren. Die Prüfergebnisse für die Brücke am Badstoben sind alles andere als gut. Das Bauamt schlägt vor, das Bauwerk zu ersetzen.

Egeln l Der Ofenbau in Egeln setzte einst die Brücke über den Mühlgraben am Badstoben. Das ist nun schon mehr als zwei Jahrzehnte her. Wind, Wasser, Kälte und Hitze haben der kleinen Fußgängerbrücke in den vergangenen Jahrzehnten zugesetzt. Die Materialien haben sichtbar unter der permanenten Arbeit der Elemente gelitten.

Regelmäßig muss die Stadt die Brücken auf ihre Standfestigkeit untersuchen lassen. Mit der Fußgängerbrücke am Badstoben sowie einer am Gymnasium ist dies nun geschehen. Und die Ergebnisse sind offenbar schlechter, als angenommen.

Die Fachleute im Bauamt möchten die Brücke am liebsten bald ersetzen. Da das Geld in der Kleinstadt knapp ist, hat die Behörde die Brücke im Leader-Programm beantragt, bestätigte Bürgermeister Reinhard Luckner. Eine neue Brücke würde dabei nach ersten Kostenangeboten unter 30 000 Euro kosten. Vielleicht reiche es aber auch nur aus, die Brücke einmal abzuheben und mit einem Sandstrahl zu reinigen, meinten einige Stadträte während der Sitzungen der Ausschüsse. Schließlich, erinnerte sich ein Stadtrat, der am Brückenbau einst beteiligt war, sei das Bauwerk sehr massiv gebaut worden. Mindestens weitere 20 Jahre müsse die Brücke halten, hieß es. Doch selbst wenn die Stadträte sich für die Pflege der Brücke entscheiden würden, wäre dies mit einem großen Aufwand verbunden, machte das Bauamt deutlich.

Die Brücke müsste mit einem großen Kran angehoben werden. Dann müsste sie so abgelegt werden, dass ein Fachbetrieb die Unterseite mit Sand abstrahlen kann. Die Beschaffenheit der Stahlträger könnte anschließend eingehender geprüft werden. Zum Schluss müsste die Brücke einen neuen Anstrich bekommen, der das Material vor Witterungseinflüssen schützt. Offen ist, ob das preiswerter ist, als gleich eine neue Brücke auf die vorhandenen Widerlager zu setzen. Viel Zeit könne der Stadtrat nicht mehr mit der Frage verbringen, was nun getan werden solle, meinte der Bauamtsleiter. Die Untersuchungsergebnisse der Brückenprüfung seien einfach zu schlecht, um das Problem noch lange aufzuschieben.

In einem ähnlich schlechten Zustand soll sich demnach die Überquerung am Gymnasium befinden. Auch hier könnte in naher Zukunft der Ersatz der Brücke anstehen, schätzen die Fachleute ein. Der Stadtrat muss nun sehen, wie er die Kosten für neue Brücken in seinem Haushalt darstellen kann. Nur die Investpauschale von etwas mehr als 100 000 Euro bleibt der Kommune für Investitionen.