Lange vorbereitet und von den betroffenen Anwohnern lange ersehnt, ist es jetzt soweit: Zwei neue Pumpen wurden zum Probebetrieb im Ruscheschacht in Glöthe installiert.

Glöthe l Jahrelang war die Pumpe, die Wasser aus dem Ruscheschacht im Osten des Dorfes in den Marbegraben pumpte, defekt. Anwohner hatten mit vernässten Kellern zu kämpfen, wandten sich sogar mit einer Petition an den Landtag. Bei unzähligen Vor-Ort-Terminen und Ortschaftsratssitzungen war das Thema immer präsent. Doch es schien sich einfach nichts zu bewegen, sodass die Betroffenen schon resigniert hatten.

Eigentlich schon für September geplant, hat die Stadtverwaltung am Freitag zwei neue Pumpen installieren lassen. Mit ihnen soll nun zunächst ein Probebetrieb durchgeführt und ermittelt werden, welcher Wasserstand für den Ruscheschacht optimal ist.

Die beiden betriebsbereiten Pumpen, die in den Ruscheschacht gesetzt wurden, begutachteten am Wochenende Oberbürgermeister René Zok und Ortsbürgermeister Peter Rotter und ließen sich von Verwaltungsmitarbeitern über den Stand der Arbeiten informieren.

Weiterhin waren Wolfgang Kaufmann, Leiter Fachdienst Bauen und Sanieren, Anke Michaelis-Knakowski und Doreen Jüngst, Fachdienst Planung, Wirtschaftsförderung und Liegenschaften, einige Einwohner sowie Christian Soellig und Olaf Augustin von der Hallenser Firma IHG vor Ort. Das Ingenieurbüro hatte Voruntersuchungen vorgenommen und wird den Probepumpbetrieb überwachen.

Von einem der Einwohner wurde vorgeschlagen, vor Aufnahme des Probebetriebs noch eine Rückschlagklappe einzubauen, die bei hohem Wasserstand das Zurückfließen von verunreinigtem Wasser aus dem Dorf in den Schacht verhindern soll.

Pumpen werden in dieser Woche eingeschaltet

Die Vertreter von IHG informierten, dass die vor längerer Zeit defekte Pumpe eine Kapazität von 400 Kubikmeter pro Stunde hatte und nun zwei Pumpen mit je 80 Kubikmeter Kapazität installiert sind. Die Pumpen wurden beim Vor-Ort-Termin kurzzeitig zur Demonstration von Olaf Augustin eingeschaltet. René Zok und Peter Rotter schauten sich auch den Wasserabfluss in den Marbegraben an.

Welchen Effekt die beiden Pumpen haben, wird das über Monate andauernde "Experiment" zeigen und kann erst nach Ablauf der Langzeituntersuchung gesagt werden. Alle Anwesenden des Termins waren aber der Meinung, dass das Wasser in den Marbegraben und nicht in die Gegenrichtung zum Glöther Sportplatz läuft. Dies war die Befürchtung einiger Einwohner.

Über den offiziellen Einschalttermin in dieser Woche sollen die Anwohner noch informiert und hinzugezogen werden.

Detaillierte Aussagen wird es aber auch dann noch nicht geben, sondern erst, wenn erst eine und dann beide Pumpen längere Zeit bei unterschiedlichen Witterungsverhältnissen gelaufen sind und die sich ergebenden Wasserstände im Marbegraben und im Ruscheschacht sowie die eintretenden Folgen im Verlauf des Marbegrabens erfasst und in einem Gutachten zusammengefasst sind.

Dieses Gutachten soll frühestens im Herbst vorliegen. Das Ingenieurbüro will täglich die Wasserstände dokumentieren.

   

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