Brumby l Gottfried Eggebrecht geht in den Ruhestand. Nach 25 Jahren als Pfarrer in Brumby muss er einen Schnitt machen. Nach einigen Taufen, einem Konzert und dem Kirchhoffest erfolgt seine offizielle Verabschiedung am 5. Juli.

Sein Dienstbeginn in Brumby war der 1. Juli 1990.

Durch ein Gutachten vom Neurologen ist Eggebrecht zum 1. Mai in den Ruhestand versetzt worden. Er hat Multiple Sklerose. Die Erstdiagnose ist im Jahr 2000 gestellt worden. Seit zwei Jahren verschlechtert sich sein Geundheitszustand. "Für diese Krankheitsphase, die ich jetzt habe, gibt es auch keine Medikamente. Da kann man nichts machen", so Eggrecht.

Die Krankheit habe ihm jedoch eine andere Sichtweise auf das Leben eröffnet, sagt er im Volksstimme-Interview. "Wenn man die Endlichkeit des Lebens begriffen hat, hat man sich eine gewisse Tiefendimension des Lebens erschlossen. Das ist auch etwas Schönes. Man freut sich viel mehr über so ein Frühjahr, wenn man alles bewusst wahrnimmt." Und: "Probleme werden nicht mehr groß bedacht und herbeigedacht, sondern angepackt, wenn sie da sind." Positiv ist für ihn auch, dass er sich jetzt besser in Menschen in ähnlichen Situationen hineinversetzen kann.

Die Pfarrstelle in Brumby wird durch Pfarrer Jürgen Kohtz vertreten und langfristig mit der Pfarrstelle in Calbe zusammengelegt. Eggebrecht will sich aber weiter in die Gemeindearbeit einbringen. Inwieweit er das aber später kann, kann er jetzt noch nicht sagen.

Die Zeit in Brumby war für Eggebrecht eine persönliche Bereicherung. "Es hat mir gut getan zu sehen, wie sich die Gemeinde in Brumby öffnet. Unser Kirchhoffest haben wir mit 70 Besuchern angefangen und inzwischen ist es ein halbes Dorffest geworden." Die Fürsorge, die er Menschen bei der Seelsorge entgegengebracht hat, ist ihm um ein Vielfaches zurückgegeben worden. "Es war eine Liebeshochzeit zwischen Brumby und mir."