"Was ist geworden aus ...?" Diese Frage stellt die Volksstimme Woche für Woche immer dienstags. Heute geht es in der gleichnamigen Serie um einen Beitrag, der am 10. März 2014 im Blatt war. Damals wurde berichtet, dass Unternehmer aus Groß Börnecke sich zusammengeschlossen haben, um Vereinen im Dorf mit vereinten Kräften unter die Arme zu greifen.

Groß Börnecke l Finanzsorgen machen vielen Ehrenamtlichen zu schaffen. Oftmals ist es für Vereine schwierig, Sponsoren zu akquirieren. Ein zentraler Anlaufpunkt würde helfen, Unterstützer zu finden. So dachte Kay Unger aus Groß Börnecke. Deshalb trommelte der Unternehmer vor knapp einem Jahr viele Firmen des Dorfes zusammen.

Er recherchierte Adressen, sprach Firmenchefs persönlich an. Es gelang ihm, anfangs 54 Unternehmen für seine Idee, einen Stammtisch zu gründen, zu gewinnen. Rund 90 Prozent der Firmen im Dorf hatten ursprünglich Interesse signalisiert. "Wir haben einen sogenannten Unternehmerrat gegründet und Spenden für viele verschiedene Projekte von Vereinen, die sich bei uns bewerben konnten, eingesammelt und ausgezahlt", kann Kay Unger berichten. Er erklärt, dass davon unter anderem der Kultur- und Heimatverein, der Feuerwehrverein und der Sportverein in Schneidlingen, wo viele Groß Börnecke trainieren, profitierten.

Die Resonanz war zu gering

Mit Bedauern muss Kay Unger dennoch bekannt geben, dass es das Projekt "Unternehmerstammtisch" zukünftig in Groß Börnecke nicht mehr geben wird.

Denn viele Sponsoren, die ursprünglich Interesse zugesagt hatten, das Vorhaben zu unterstützen, sind abgesprungen. Nicht einmal die Hälfte der Interessenten habe letztendlich mitgewirkt.

Woran hat das gelegen? Kay Unger erklärt, dass einige Firmen schon gespendet hatten oder es gab Präferenzen für einen Verein oder andere Gründe, warum man nicht zusammengekommen sei. Auch Interessenkonflikte nannte der Groß Börnecker als Grund für die Auflösung des Stammtisches.

Ihm ist es wichtig, erneut zu betonen, dass es dem Unternehmerkreis darum ging, Spenden zu sammeln, die sowohl Kindern im Ort und damit dem Nachwuchs der Vereine, als auch Senioren zugute kommen. Daher sei es schade, dass die Idee nicht angenommen wurde. Sicher, man könne niemanden zwingen. Er hätte es begrüßt, weiter an dem Ansinnen festzuhalten. Kay Unger und seine Verbündeten einigten sich gestern darauf, dass es auch keinen Sinn hat, den Stammtisch mit einer neuen Strategie neu aufzustellen. Die Resonanz sei einfach zu gering. Der erhoffte Erfolg blieb aus.