In Staßfurt-Leopoldshall ist der 1. Bauabschnitt zur Neugestaltung des Jahnplatzes vollendet. Bei der Übergabe am Mittwoch wiesen der Oberbürgermeister und der Fachdienstleiter Stadtsanierung und Bauen auf weitere anstehende Maßnahmen zur Verschönerung des hiesigen Wohnumfelds hin.

Staßfurt l Bevor sich die kleine Gruppe zum symbolischen Scherenschnitt versammelt, probiert Inge Vollrath mit Rollator und Begleiterin Karin Peulecke erstmal die Zuwegungen zum Jahnplatz aus. Der ist nach privater Initiative bereits von frisch modernisierten Wohnblöcken umsäumt. Test bestanden, so das Resultat der Seniorinnen. Inge Vollrath kann es kaum erwarten, dass es weiter geht mit der Gestaltung des Areals. Denn wie sie von Oberbürgermeister René Zok erfährt, soll nach dem 1. Bauabschnitt noch 2015 mit dem zweiten begonnen werden. Das heißt: Gestaltung einer "grünen Oase" einschließlich Zugang zum benachbarten Pflegezentrum "Am Rathaus". Alles barrierefrei natürlich. Hauptproblem sei dabei die Erneuerung der Altkanäle, die darunter liegen. "Jaja, die ,Staßfurter Unterwelt`...", witzelt Inge Vollrath.

Insgesamt 390 000 Euro stehen aus dem Förderprogramm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" für 2014 bis 2016 zur Verfügung. 130 000 Euro davon hat die Stadt an Eigenanteil aufzubringen. Der Jahnplatz sei Bindeglied zwischen Rathaus und dem Mehrgenerationen-Spiel- und Sportplatz in der Schubertstraße, so Zok weiter. Das sei aber "Zukunftsmusik".

Geplant ist derweil schon der Ausbau der Bindemannstraße - zumindest vorerst bis zur Querstraße. Das mit Hilfe des Programms Stadtumbau Ost. Wenn Geld kommt, soll es auch hier bis zur Vollendung Richtung Grenzstraße gehen.

2015 wird der 3. Bauabschnitt für den nahe gelegenen Kirchplatz folgen. "Wir würden ja auch gern alles in einem Zug erledigen, aber das hängt eben vom Geldgeber ab", erklärt Wolfgang Waschk, Fachdienstleiter Stadtsanierung und Bauen. Man wolle sich aber nicht beschweren - "Wir sind froh, dass wir was bekommen."

Mit der Concordiastraße bekommt Leopoldshall ein weiteres Schmuckstück. Das wohl schlechteste Kopfsteinpflaster dieses Stadtgebiets soll im Spätsommer Geschichte sein, kündigt Norman Kurth, Bauleiter der auftragnehmenden Straßenbaufirma aus Unseburg, an.

Drängt sich die Frage auf, was aus den Leopoldshaller "Sorgenkindern" Schulstraße und Charlottenstraße wird. OB Zok: "Die Charlottenstraße ist immer mal wieder im Gespräch, aber auch ein großer finanzieller Brocken. Die Schulstraße ist Landesstraße." Da erübrigt sich die Frage nach der Bernburger Straße, auf die das Land als Besitzer kürzlich den "Flickkonzern" schickte.

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