Schulen und Kindereinrichtungen besuchen das Waldbad in Egeln kaum. Dabei könnten sie das Freibad sogar kostenlos nutzen. Mehr öffentliche Werbung soll in diesem Jahr für das Waldbad gemacht werden.

Egelner Mulde l Bevor der erste Badegast im Egelner Waldbad das frische Wasser genießen kann, hat Schwimmmeister Sven Bolte unzählige Stunden in dem Freibad geleistet. Jedes Jahr pinselt er die Becken mit einem frischen türkisfarbenen Anstrich. Erst danach lässt er rund eine Woche lang das große Becken volllaufen. Zum Wochenende müsste es gefüllt sein.

Noch gibt es aber viel Arbeit im Nichtschwimmerbecken. Hier steht der Anstrich noch an. Um den 25. Mai soll dann die Freibadsaison beginnen, plant er.

Mit den finanziellen Folgen des Badebetriebes beschäftigte sich in dieser Woche der Ausschuss für Kultur und Soziales des Verbandsgemeinderates. Denn der Badebetrieb ist für die Verbandsgemeinde ein Zuschussbetrieb. Zwischen 60 000 und 70 000 Euro koste die Freibadsaison die Verbandsgemeinde jährlich, sagte Hauptamtsleiterin Dagmar Witzke. Wie hoch das Defizit ausfalle, hänge vor allem vom Wetter ab, schilderte sie. 2013 besuchten 13 400 Bürger das Bad. Im vergangenen Jahr waren es wetterbedingt nur 10 400, zitierte sie aus der Statistik. Die Kosten für die dreimonatige Öffnung seien ziemlich hoch, befand Sven Rosomkiewicz (CDU). Mehr Werbung für das Waldbad solle die Verbandsgemeinde machen, schlug Friedrich Bollmann (CDU) vor. Vor allem sollten die Familien informiert werden, dass die Kinder dort im Sommer ihre "Seepferdchen"-Prüfung machen können, meinte er. Ebenso sollten die Grundschulen die kommunale Einrichtung im Rahmen des Sportunterrichts im Sommer nutzen, schlug er vor.

Die Kindereinrichtungen können das Waldbad generell kostenlos nutzen, beschrieb Dagmar Witzke. Allerdings nutzten die Einrichtungen das Freibad in den zurückliegenden Jahren immer weniger. Hieran müsse die Verbandsgemeinde in diesem Jahr arbeiten. Denn schließlich gebe die Verbandsgemeinde jedes Jahr viel Geld aus, damit vor allem die Kinder und Jugendlichen in der Stadt im Sommer einen Treffpunkt haben.

An eine Erhöhung der Eintrittspreise solle nicht gedacht werden, sagte Ausschussvorsitzende Marion Schuster (Linke). Erhöhe die Verbandsgemeinde die Preise, gingen die Besucherzahlen vermutlich weiter zurück, schätzte sie ein.

Als Freizeitangebot für die Kinder und Jugendlichen der Verbandsgemeinde soll das Waldbad auch in Zukunft erhalten bleiben, sprachen sich die Verbandsgemeinderäte im Ausschuss aus.