Die Eltern strahlen, wenn sich ihre Sprösslinge so toll auf der Bühne machen: Alle Klassen der Goethe-Grundschule haben ihr schauspielerisches Talent kürzlich beim großen Theaterprojekt gezeigt.

Staßfurt l Was die Mädchen und Jungen von der Goethe-Grundschule kürzlich im Theater zeigten, war erstaunlich: Mit klarer und lauter Stimme stellten sie ihre Rollen dar, die Texte saßen, Mimik und Gestik wirkten so, als empfinden die Kleinen das Gespielte wirklich. Dazu bunte Kostüme, einfallsreiche Kulissen. Auch die Gags und Witze brachten das Publikum zum Lachen. Vor allem für die Eltern der Kinder war der große Theatertag der Goetheschule ein Moment der Rührung. Begeisterte Muttis und Vatis verfolgten voller Stolz das Geschehen auf der Bühne des Salzlandtheaters.

Jede Klasse der Grundschule hatte ein anderes Stück einstudiert: "Märchenlieder" (Lerngruppe Sonne), "Der Regenbogenfisch" (Mond) oder "Das Heidenröslein" (Klasse 3a).

Die Goethekinder haben sich wochenlang auf den großen Tag der Aufführung vorbereitet. Denn das Projekt ist bedeutend und findet nur alle vier Jahre, in Zusammenarbeit mit dem Theaterförderverein des Salzlandtheaters, statt. "Dieser Rhythmus ist entstanden, damit jeweils alle Kinder, die unsere Schule besuchen, daran teilnehmen können", erklärt die Lehrerin Uta Haft.

Sie hatte mit ihrer 1. Klasse, die sich Lerngruppe "Stern" nennt, die "Rattenfänger" einstudiert. "Wir haben schon Ende des vergangenen Jahres mit dem Theaterstück angefangen", erzählt sie. Als Lehrerin ist sie immer wieder begeistert, wie gut sich die Kleinen die Texte merken können und sich auf der Bühne darstellen. "Wir haben immer wieder geübt, manchmal jeden Tag ein bisschen." Erst wird ausgesucht, wer gern vorsprechen möchte und wer welche Rolle spielen könnte. Durch häufige Wiederholung sitzt der Ablauf des Stückes bei den jungen Darstellern später von allein.

Manche Klassen übten im Unterricht, manche in den SSU-Stunden. Dies ist sogenannter "schulspezifischer Unterricht", in dem Projekte vorbereitet werden können. Die Klassen 4a und 4b, die zusammen den "Zauberlehrling" aufführten, hatten sogar ein extra Projekt zum Theaterprojekt laufen: Mit den Schauspielern vom Ensemble Theatrum Hohenerxleben, Hubertus von Krosigk und Ina Friebe, lernten sie das professionelle Theaterspielen. Unter dem Projekttitel "Lebendige Lesen, kreatives Schreiben und szenische Darstellung mit Schulkindern" hatte das Landesschulamt der Schule sogar Finanzen zur Verfügung gestellt, um die professionellen Dozenten zu engagieren. Im Kunstkurs mit der Schlossmalerin aus Hohenerxleben, Nikoline F. Kruse, hatten einige Schüler die Kulissen für den "Zauberlehrling" mit Hilfe der Expertin angefertigt.

Lehrerin Uta Haft betont, dass die Eltern zuhause beim Auswendiglernen der Texte sehr wichtig waren. Und mehr noch: "Viele Eltern haben geholfen, haben Karten entworfen und verkauft, Kulissen gestaltet, die Kinder geschminkt und sich um die Kostüme gekümmert", erklärt sie und dankt im Namen der Schule allen Eltern.

Genauso wichtig waren bei dem Projekt die Sponsoren. Kostüme und Kulisse konnten mit Spenden der Salzlandsparkasse bezahlt werden, in der Stiftung Staßfurter Waisenhaus wurden die Kulissen bemalt, die Theaterleiterin Sandy Gärtner und die Techniker vom Theater gaben der Veranstaltung den letzten Schliff.

   

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