Güsten l Die Bestandsfähigkeit der Grundschulen in Güsten ist sicher. Das sagt Sabine Rotter, in der Verbandsgemeinde zuständig für Schulen, Kindertagesstädten und Jugend. Den Mitgliedern des Fachausschusses für Schule und Kindertagesstätten legte die Verwaltungsmitarbeiterin ein Papier vor, in dem die Zahlen der Anmeldungen für die einzelnen Grundschulen zusammengefasst sind. "Wir sind auf der ganz, ganz sicheren Seite und brauchen keine Angst haben, dass eine Schule in Frage gestellt wird", so Sabine Rotter.

Der Information war eine Diskussion um die Schuleinzugsbereiche vorausgegangen. Die Verwaltung hat diese Bereiche zum aktuellen Schuljahr geöffnet. Eigentlich rekrutieren die Grundschulen ihre Kinder sozusagen aus den umliegenden Kindergärten. Die Verbandsgemeinde hat, wie andere Städte und Gemeinden auch, die Einzugsbereiche aufgehoben. So können Eltern frei wählen, welche Bildungseinrichtung ihre Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse besuchen. Damit wird ihnen eine größere Entscheidungsbefugnis zugestanden. Denn neben dem kurzen Schulweg zählt für viele Erziehungsberechtigte auch immer mehr das pädagogische Konzept und das Betreuungsangebot der einzelnen Häuser.

Das ist ein Vorteil. Als Nachteil bleibt, dass Verwaltungen und Schulleitungen nicht rechtzeitig und genau planen können, welche Kinder wo lernen. Das steht immer erst nach den konkreten Anmeldungen fest. Politisch war dieses Vorgehen deshalb nicht unumstritten. Es gab zudem Befürchtungen, dass Schulen ohne ihre festen Bezirke nicht mehr auf ihre Schülerzahlen kommen könnten, um erste Klassen bilden zu können. Die Verwaltung hatte in diesem Zusammenhang auch klargestellt, dass es zu Verschiebungen kommen kann. Es könne aber nicht vorhergesagt werden, wie hoch sie ausfallen und in welche Richtungen sie gehen.

"Schüler reisen nicht."

Die aktuellen Zahlen zeigen jetzt aber, dass sich Eltern und Kinder in den meisten Fällen für die Grundschule in ihrer Nähe entscheiden. "Die Schüler reisen nicht hin und her", sagt Sabine Rotter.

Die Erhebung, die von der Verwaltung den Ausschussmitgliedern im Gremium für Schulen und Kindertagesstätten vorgelegt wurde, resultiert aus den Schulanmeldungen vom Februar dieses Jahres (grüner Kasten). Gravierend sind die Schülerzahlen in Giersleben. Das rührt aus der Schließung der Neundorfer Grundschule. "Eine Vielzahl der Kinder kommt jetzt nach Giersleben", sagt Sabine Rotter.