Die Feuerwehr Staßfurt erhält drei neue Garagen. Sie werden auf dem Areal der Ortsfeuerwehr in der Bodestadt gebaut und dienen Fahrzeugen, die von allen Einheiten genutzt werden können. Die Finanzierung ist sicher. Der Finanzausschuss hat den Plänen jetzt zugestimmt.

Staßfurt l Ja - die drei neuen Garagen werden auf dem Grundstück des Depots der Ortsfeuerwehr Staßfurt in der Atzendorfer Straße gebaut. Und ja - von diesen Garagen und den Fahrzeugen, für die sie gedacht sind, profitieren alle Feuerwehren der Stadt und ihrer Ortsteile gleichermaßen. Susanne Henschke, Leiterin des Fachdienstes für Sicherheit und Ordnung, will das gleich klargestellt wissen. Die Ressortchefin geht damit auf Kritik ein, dass die aktuelle Investition im Feuerwehrbereich keinen Luxus für eine Einheit, sondern in den Augen der Verwaltung und der Blauröcke eine echte Notwendigkeit darstellt. "Wir brauchen die Garagen", sagt Susanne Henschke.

"Das geht über eine gewisse Zeit, aber es darf kein Dauerzustand werden."

In ihnen sollen drei Fahrzeuge stehen. Zwei dienen allen Kinder- und Jugendfeuerwehren der Stadt, das dritte ist der Kommandowagen der Stadtwehrleitung. Bisher standen die Fahrzeuge in der Waschhalle der Feuerwehr. Sie teilten sich einen Stellplatz. "Ein Provisorium. Das geht über eine gewisse Zeit, aber es darf kein Dauerzustand werden", erklärt die Ordnungsamtschefin. Nicht zuletzt deshalb hat es auch Hinweise von außerhalb gegeben. "Diese Platzverhältnisse verstoßen gegen die Richtlinien der Feuerwehr-Unfall-Kasse zu Verkehrswegen. Darüber hinaus wird die Arbeit der Kameraden und insbesondere der Gerätewarte behindert, wenn sie die Waschhalle nutzen wollen", heißt es dazu in einer Beschlussvorlage zum Garagenneubau, über die der Finanzausschuss jetzt zu befinden hatte. Das Gremium hat sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, die Unterstellmöglichkeiten zu bauen.

Die Politik folgt damit den Argumenten der Verwaltung: Das Depotgrundstück in der Atzendorfer Straße ist verschließbar, die Gerätewarte sind vor Ort, die die Fahrzeuge technisch überprüfen, die drei Autos stehen zusammen an einem Standort und ihr Einsatz kann kontrolliert werden.

11 000 Euro wird der Bau der Fertigteilgaragen kosten. Die Finanzierung, so Susanne Henschke, ist gesichert. Das Geld ist ein Rest aus dem Haushaltsjahr 2014 in ihrem Ressortbereich. Mit der Zustimmung des Finanzausschusses hat der Fachbereich für Ordnung und Sicherheit die Ausschreibung in die Wege geleitet. Susanne Henschke geht davon aus, dass die Garagen Ende Juni/Anfang Juni gebaut werden können. Weil es sich um eine Modulbauweise handele, würde die Bauzeit nicht sehr lange dauern.

Letztendlich, so die Fachbereichsleiterin im Gespräch mit der Volksstimme, lohne sich die Investition in die drei Garagen auch, weil die Fahrzeuge weiterhin überdacht stehen könnten. Damit sei eine langjährige Nutzung garantiert und die Autos stünden sicher.

Bei den zwei Fahrzeugen für die Kinder- Jugend- und Altersfeuerwehr handelt es sich um geförderte Fahrzeuge. Die jüngsten und ältesten Kameraden aller Feuerwehren der Stadt können sie nutzen. Die Stadtwehrleitung regelt und dokumentiert die Einsätze dieser Fahrzeuge.