Am 7. Juni stimmen die Hecklinger über einen neuen Bürgermeister ab. Vier Kandidaten stehen zur Wahl. Die Volksstimme stellt sie in alphabetischer Reihenfolge in dieser Woche vor. Heute: Kay Watermann (parteilos).

Warum wollen Sie Bürgermeister werden?

Damit es in Hecklingen endlich wieder aufwärts geht. Ich habe dafür die notwendigen Erfahrungen aus 23 Jahren kommunalpolitischer und ehrenamtlicher Arbeit.

Worin sehen Sie Ihre größte Herausforderung?

In der Teilentschuldung, dem demographischen Wandel (Einwohnerschwund) und in der Energiewende.

Wie kann die Stadt weiter zusammenwachsen?

Mit jährlichen Bürgerversammlungen sowie beispielsweise gemeinsamen Heimatfesten wechselnd in den jeweiligen Ortsteilen.

Wenn die Stadt Geld im Überfluss hätte, wo würden Sie investieren? (3 Projekte)

Ich würde eine Bürgerstiftung ins Leben rufen und dann in viele gemeinnützige Projekte für alle Bürger die Zinseinnahmen investieren.

Das Defizit der Stadt ist seit Jahren auf mittlerweile über 14 Millionen Euro angewachsen. Wo wollen Sie den Rotstift ansetzen? (3 Projekte)

Ich bin der Überzeugung, dass die Mine vom Rotstift alle ist.

Das Land muss hier in die Verantwortung genommen werden und nicht die Hecklinger Bürger.

Wie transparent und bürgernah wird das Rathaus unter Ihrer Führung?

Sehr, die öffentlichen Bürgerversammlungen werden dabei helfen und ein Mitarbeiter am Empfang wird zukünftig die Probleme der Bürger aufnehmen und weiterleiten.

Könnten Sie sich vorstellen, Sprechstunden in den Ortsteilen durchzuführen?

Ja, das verstehe ich unter bürgernah und erweitere dies wie gesagt mit öffentlichen Bürgerversammlungen in allen Ortsteilen, wo die Verwaltung Rede und Antwort steht.

Was wollen Sie im Kampf gegen die hohe Arbeitslosigkeit tun?

Alles was möglich und machbar ist. Ausbildung und Weiterbildung muss an erster Stelle stehen, um einheimische Betriebe zu sichern.

Wo wird die Wirtschaftsförderung unter Ihrer Ägide angesiedelt sein und wie kann diese noch schlagkräftiger gemacht werden?

Eindeutig beim Bürgermeister. Ein Unternehmerstammtisch soll zusätzlichen Effekt und Kontakte bringen. Den Unternehmerstammtisch Sachsen-Anhalt werde ich nach Hecklingen bringen, um den Standort zu präsentieren.

Wie wollen Sie die Kontakte zur Wirtschaft pflegen?

Ich werde jedes Unternehmen in der Stadt besuchen und mich als Ansprechpartner anbieten. Zusätzlich wird mein Terminkalender für jeden Unternehmer in der Stadt offen stehen.

Wie kann das Leben für Senioren in der Stadt abwechslungsreich gestaltet werden?

Fangen wir doch mal klein an. Sitzbänke zum Verweilen und reden würden da schon helfen.

Einen Seniorenrat sollte es auch bald geben.

Wie wollen Sie dem weiteren Wegzug von jungen Leuten entgegentreten?

Die Bedingungen müssen stimmen. Ich muss zuerst mal stolz sein auf meinen Ort. Mit Wirtschaftskompetenz kommt Wirtschaft und Eigeninitiative, die uns voran bringen wird.

Wo sollte die Stadt noch neue Baugebiete ausweisen?

Vorhandene Baugebiete ausnutzen und lieber den Verfall verhindern und so einen gesunden Mix erzeugen. Mit der verordneten Grundsteuererhöhung werden die Eigentümer in Hecklingen gleich dreifach bestraft, darum werde ich das ablehnen.

Was kann man tun,um die hausärztliche Versorgung zu verbessern?

Förderprogramme der Kassenärztlichen Vereinigungen und anderer Fördermittelgeber nutzen und Hausärzte konsequent werben. Mit einem Zahnarzt bin ich schon im Gespräch.