Junge Frauen und Männer aus Staßfurt, Egeln und Aschersleben erhielten am vergangenen Sonnabend im Staßfurter Salzlandtheater ihre Jugendweihe. Die beiden Feierstunden wurden musikalisch vom Staßfurter Jugendblasorchester unter der Leitung von Jörg Buschmann gestaltet. Festredner Niko Zenker vom SPDOrtsverband der Salzstadt betonte in seiner Ansprache, dass die Jugendweihe Ausgangspunkt auf dem Weg des Erwachsenwerdens ist, mit freier Meinungsbildung und -äußerung, aber auch eigener Verantwortungsübernahme.

Staßfurt. " Probiert euch aus, bringt euch ein, probiert das Mögliche und vertretet eure Meinung ", rief Niko Zenker, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg und Mitglied im Staßfurter SPDOrtsverein, in seiner Rede den jungen Frauen und Männern zu, die am Wochenende ihr Jugendweihe empfangen haben. Mit diesem besonderen Fest, nicht nur für die Mädchen und Jungen, sondern auch für ihre Familien, beginne ein Prozess. Der, so Zenker, schließe die Kindheit ab, und führe in das Erwachsenenleben mit allen ihm eigenen Herausforderungen. Der Tag der Jugendweihe sei deshalb zunächst ein Tag des Nachdenkens über die Gegenwart und die Vergangenheit, aber auch ein Tag der Dankbarkeit. " Ihr seid aufgewachsen ohne Krieg oder Hunger und mit allen Möglichkeiten der Bildung. Das ist nicht selbstverständlich. " Gerade deshalb sollten die jungen Frauen und Männer alle Möglichkeiten, die sich ihnen heutzutage eröffnen würden, ergreifen, forderte der Redner. Als Beispiele nannte er das Erlernen von Fremdsprachen und die Reisefreiheit. " Wir können so in aller Welt Freunde gewinnen ", sagte Niko Zenker. Und im Berufsleben sei globales Denken mehr denn je gefordert.

Das verlange aber auch viel ab. Die jungen Erwachsenen müssten sich den vielfältigen Herausforderungen stellen, ihnen kreativ, gebildet und informiert begegnen und sich so immer weiter entwickeln. Niko Zenker blickte optimistisch in die Zukunft und machte mit einem Zitat Platons deutlich, dass die " Alten " schon immer über die " Jungen " geschimpft haben. " Ich bin aber optimistisch, dass sich das Interesse und der Wille, sich für eine Sache einzusetzen, durchsetzen wird ", sagte der Redner. Dazu seien Werte wie Toleranz, Offenheit, Zuverlässigkeit, Respekt, Kompromissbereitschaft, Kommunikationsfähigkeit und die Freude am Leben unabdingbar. " Wer einfache Antworten auf schwierige Fragen findet, beschreitet gefährliche Wege, die oft mit Gewalt zu tun haben ", mahnte der Festredner die jungen Erwachsenen, immer für ein Wertegefüge einzustehen. Die Eltern und Verwandten forderte er auf, ihre Schützlinge weiterhin zu begleiten und sie aus dem Fundus ihrer Lebenserfahrungen profitieren zu lassen.

• Klasse 8. 1. Dr .-Frank-Gymnasium Staßfurt : Hannes Gärtner, Anne Hennig, André Henniger, Toni Matzke, Lisa Moch, Selina Marie Patzelt, Sophie Reiprich, Kilian Scholla, Lisa Schuchhardt, Vanessa Schulz. Jenny Sobotta, Tobias Urbicht, Marie Wegener, Pascal Jörg Winkel

• Klasse 8. 2. Gymnasium :

Justus Eichler, Julia Gensch, Nicole Härtge, Julia Kalthof, Sophie Kessner, Yannic Kießling, Felix Klimmt, Sarah Lorenz, Maria Lorenz, Luisa Mannschatz, Sarah-Nicole Minet, Felix Mögel, Hai Nguyen Ngoc, Isabelle Puchta, Andreas Raisch, Julia Schröder, Tina Weiß, Yvonne Thiele

• Klasse 8. 3. Gymnasium :

Isabell Amme, Tim Dornemann, Maximilian Gäde, Tim Gadkowsky, Felix Göres, Johanna Kleemann, Steven Linsel, Anika Meißner, Svenja Offenbecher, Tina Reuter, Stefanie Röhr, Lena Rübenack, Toni Schreckenberger, Christian Seyring, Jennifer Seyring, Julia Specht, Nicole Trostdorf, Carolin Urban, Dennis Weese

• Sekundarschule Egeln :

Ricardo Hammerl, Patrick Hammerl, Marie-Christin Wurtz

• Johann-Heinrich-Pestalozzi-Schule Staßfurt : Natascha-Josephine Matthews, Katarina Wildner

• Ganztagsschule Am Tierpark Staßfurt : René Herzog

• Albert-Schweitzer-Schule Aschersleben : Marcus Buhle