Mit viel Spannung war der erste Schultag nach den Ferien gestern für Kinder aus Hecklingen verbunden. Die Jungen und Mädchen der Grundschule hatten am Ende des ersten Halbjahres alle samt an der hauseigenen Rechenfuchs-Mathematikolympiade teilgenommen. Am Morgen wussten sie gestern noch nicht, was sie erwartet. Als Überraschung angekündigt, wurden die Gewinner von ihren Mitschülern schließlich groß gefeiert. Dabei hatte so manch einer gar nicht damit gerechnet, so gut abzuschneiden.

Hecklingen. "Das ist für mich eine echte Überraschung." Svenja aus der vierten Klasse strahlt bis über beide Ohren. Das Mädchen blickt glücklich auf einen Pokal. Vor ihr steht er auf der Schulbank. Endlich hat es geklappt. Für ein halbes Jahr darf sie das glänzende Schmuckstück jetzt das erste Mal mit nach Hause nehmen. Sie hat sich mit als beste ihres Jahrgangs durchgesetzt und die Mathematik-Olympiade "Rechenfuchs" ihrer Schule gewonnen. Die Freude darüber, ebenfalls auf das oberste Treppchen steigen zu können, steht ihrem Schulkamerad Lukas ebenso ins Gesicht geschrieben. Er erzählt, dass die ganze Klasse vor den Ferien Mathe-Aufgaben zu lösen hatte. Innerhalb einer dreiviertel Stunde galt es, die richtigen Ergebnisse zu Papier zu bringen. Das ist auch dem kleinen Robert als bester seines Jahrgangs gelungen. Der Erstklässler schaut keck über den Pokal hinweg. "Mathe mag ich am meisten", kommt es wie aus der Pistole geschossen, wird er nach seinem Lieblingsfach gefragt.

Svenja, Lukas und Robert sind drei von insgesamt sieben Pokalträgern, die gestern in der Hecklinger Grundschule im Rahmen einer feierlichen Übergabe auf dem Schulhof geehrt wurden.

Das besondere an der Rechenfuchs-Aktion ist, dass sie schulintern stattfindet. Vor vier Jahren entstand die Idee dazu. Damals war der Schule Geld für Leistungsvergleiche von den Motorradfreunden Hecklingen zur Verfügung gestellt worden. Mit dem Sponsoring wurde die Rechenfuchs-Mathe-Olympiade ins Leben gerufen. Pokale konnten angeschafft werden. Die Wahl sei auf den Fachbereich Mathe gefallen, weil damit starke geistige und fachliche Leistungen verbunden sind. Das unterstreiche die hohe Wertigkeit des Pokals, begründet Schulleiterin Gudrun Topf.

Und sogar ein eigenes dazu passendes Logo mit dem Rechenfuchs haben die Hecklinger kreiert. Schließlich ist die Aktion um eine weitere Regel reicher. Kinder, die den Pokal gewinnen, also am besten abschneiden, erhalten die Trophäe zunächst leihweise. Sie dürfen den Kelch ein halbes Jahr lang im Kinderzimmer aufstellen, müssen ihn dann aber wieder abgeben. Ausgenommen, sie haben dreimal den ersten Platz belegt. Dann gehört ihnen das hart erkämpfte glänzende Meisterstück für immer. Mit der jüngsten Runde im Wettstreit um die begehrten Auszeichnungen ist der Plan ein erstes Mal für Max Thiede aus der zweiten Klasse aufgegangen. Das kleine Rechengenie wurde mit tosendem Applaus dafür von Lehrern und Kindern beglückwünscht.

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